SteuerR - REP Fälle - Körperschaftssteuer

7 flashcards · Law · by daniel-eder

  1. Gesellschafter vermietet an GmbH Etwas das €12 Wert ist, und bekommt dafür aber € 20. Von der GmbH wurde dafür keine KESt einbehalten. Was ist hier das Problem?

    Problem: Verdeckte Ausschüttung iHv €8, weil nur 12 von 20 Fremdüblich war die € 8 wären mit 27,5% KESt zu besteuern gem § 27 EStG. Bei KESt ist die GmbH aber gem § 95 (2) lit a EStG Abzugsverpflichtet, dh sie hätte die KESt für die €8 einbehalten müssen. Sie hat das aber nicht gemacht, dh der Gesellschafter hat de € 8 schon in voller höhe am Konto.

  2. Gesellschafter vermietet an GmbH etwas das €12 Wert ist, und bekommt dafür aber € 20. Von der GmbH wurde dafür keine KESt einbehalten. Wie kann das Problem (fehlender KESt Abzug durch GmbH für Verdeckte Ausschüttung iHv 8€) behoben werden?

    Möglichkeit 1 Geld vom Gesellschafter zurückfordern / bzw dieser zahlt freiwillig an die GmbH zurück Dann auf Basis der Bemessungsgrundlage €8 KESt abführen und neu ausschütten Möglichkeit 2 (wenn 1 nicht vorgenommen wird) In dem Fall sind 8 € nach steuern zugeflossen dh Bemessungsgrundlage muss erhöht werden, damit am ende € 8 nach steuern herauskommen € 8 sind 72,5% der Bemessungsgrundlage (weil 100-27,5% KESt) = 8 / 72,5 * 100 = 11,03€ Bemessungsgrundlage 11,03 - 8 = 3,03 € KESt Gesellschaft…

  3. Gesellschafter vermietet an GmbH etwas das €12 Wert ist, und bekommt dafür aber € 20. Von der GmbH wurde dafür keine KESt einbehalten. Wie viel Betriebsausgaben kann die GmbH geltend machen?

    nur 12, weil nur 12 sind fremdüblich die verdeckte Ausschüttung ist nicht Abzugsfähig, daher keine Betriebsausgabe

  4. GmbH gibt dem Gesellschafter ein Wirtschaftsgut das € 100 Wert ist um € 60. Was ist die Folge für beide seiten?

    Gesellschafter zahlt €60 muss aber Anschaffungskosten auf € 100 korrigieren und es gibt eine verdeckte Ausschüttung iHv € 40 GmbH muss Erlös auf € 60 Einstufen und Verdeckte Ausschüttung als Betriebseinnahme iHv € 40 hinzuzurechnen

  5. Die Alleingesellschafterin A leistet einen (freiwilligen) Gesellschafter-zuschuss iHv 100.000 € an die A-GmbH (Geldeinlage). Welche ertragsteuerlichen Konsequenzen ergeben sich für Frau A und die A-GmbH aus diesen Sachverhalten?

    § 8 (1) KStG steuerneutral für die Gesellschaft Für den Gesellschafter erhöht es die Anschaffungskosten der Beteiligung dh kann gem § 4 (12) EStG steuerfrei wieder zurückgezahlt werden

  6. A legt ein im Privatvermögen gehaltenes unbebautes Grundstück (gemeiner Wert: 100.000 €) in die A-GmbH ein (Sacheinlage). A hat das eingelegte Grundstück erst vor zwei Monaten um 90.000 € erworben. Welche ertragsteuerlichen Konsequenzen ergeben sich für Frau A und die A-GmbH aus diesen Sachverhalten?

    Sacheinlage ist grds steuerneutral nach § 8 (1) KStG Aber es liegt gem § 6 Z14 lit b EStG ein Tausch vor, dh Veräußerung durch die A, Anschaffung durch die GmbH Durch die Einlage wird die Anschaffungskosten der Beteiligung um 100.000 € erhöht (gemeiner Wert). Dh die Veräußerung ergibt 100.000€, 10.000€ mehr als der Preis um den A vor 2 Monaten erworben hat. Sie macht Einkünfte gem § 30 EStG iHv 10.000 und muss 30% = 3.000€ ESt abführen

  7. Frau X ist Alleingesellschafterin der X-GmbH. Sie hat ihrer Gesellschaft vor drei Jahren ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von € 150.000 gewährt. A Aufgrund der schlechten Ertragslage der X-GmbH verzichtet Frau X im August 2016 auf ihre Forderung gegenüber der X-GmbH. Die Forderung ist im Zeitpunkt des Verzichts zu 60 % werthaltig. Welche ertragsteuerlichen Konsequenzen ergeben sich für Frau X und die X-GmbH aus dem Forderungsverzicht?

    Gem § 8 (1) KStG ist bei Forderungsverzicht der werthaltige Teil der Forderung steuerneutral für die Gesellschaft. in casu: 60% = 90.000 sind werthaltig 40% = 60.000 sind nicht werthaltig Die Werthaltigen 90.000 sind eine gem § 8 (1) KStG steuerneutrale Einlage, die die Anschaffungkosten der Beteiligung der X erhöhen. Auf die nicht werthaltigen 60.000 kann X verzichten, die stellen keine Einlage dar