Krankheitslehre & Psychiatrie (Fallbeispiele)

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  1. Fall 23: 31−jähriger untergewichtiger Mann nach Suizidversuch (Fallbeschreibung s.u.) 23.1. Welche Erkrankung hat der Patient vermutlich? Nennen Sie die wichtigsten Symptome und klinischen Folgen! 23.2. Stellen Sie eine psychodynamische Hypothese für die Reaktion des Patienten auf das Angebot der Sondenernährung auf! 23.3. Nennen Sie Pro− und Kontra−Argumente bezüglich der Unterbringung des Patienten gegen seinen Willen! 23.4. Zu welchem Formenkreis von Erkrankungen zählt die Störung des Patien…

    23.1 Welche Erkrankung hat der Patient vermutlich? Nennen Sie die wichtigsten Symptome und klinischen Folgen! Verdacht auf Anorexia nervosa; Symptome und klinische Folgen: Selbst herbeigeführter Gewichtsverlust von mindestens 15 % des zu erwartenden Körpergewichtes bzw. vorpubertär das Ausbleibendes zu erwartenden Gewichtsanstieges Vermeidung von (v. a. hochkalorischem) Essen, Induzieren von Erbrechen oder Abführen,exzessives Bewegen, Einnahme von Appetitzüglern oder Diuretika Körperschemastöru…

  2. Fall 24: 30−jährige Frau mit Hyperphagie (Fallbeschreibung s.u.) 24.1 . Welches Prozedere schlagen Sie der Patientin vor? 24.2 . Beschreiben Sie der Patientin den Weg zu einer Psychotherapie! 24.3 . Welche häufig angewandten Psychotherapieverfahren kennen Sie? Schildern Sie jeweils Merkmale! 24.4 . Erläutern Sie den Begriff Psychodynamik! + Allgemeines Modell von Psychotherapie von Orlinsky und Howard Fallbeschreibung: In Ihrer psychiatrischen Praxis stellt sich eine 30−jährige vital und aufges…

    24.1 Welches Prozedere schlagen Sie der Patientin vor? Gemeinsam mit der Patientin Feststellung des Vorliegens einer psychotherapeutisch behandelbaren Krankheit (Bing−Eating−Störung“, s. Fall 23) Beratende Gespräche zur Indikationsstellung einer Psychotherapie: Nähere Exploration der Symptomatik der Patientin und ihrer Lebenssituation Beschreibung ihrer psychischen Struktur, ihres psychischen Funktionierens, ihrer Introspektionsfähigkeit und ihrer Therapiemotivation Beobachtung des entstehende…

  3. Ergänzung zu Fall 24: Beschreiben Sie Allgemeines Modell von Psychotherapie von Orlinsky und Howard

    Allgemeines Modell von Psychotherapie von Orlinsky und Howard: + Wichtig ist auch die Erwartungshaltung des Patienten!

  4. Fall 31: 32−jähriger suizidaler Mann (Fallbeschreibung s.u.) 31.1. Lassen Sie den Patienten gehen? Begründen Sie Ihre Entscheidung! 31.2. Welche Risikofaktoren für Suizidalität kennen Sie? 31.3. Beschreiben Sie die unterschiedlichen Ausprägungen von Suizidalität! 31.4. Wie gehen Sie bei akuter Suizidalität vor? Fallbeschreibung: Im allgemeinen Notdienst wird Ihnen vom Bundesgrenzschutz ein 32−jähriger Mann vorgestellt, der sich auf den Bahngleisen vor einem Bahnhof herumgetrieben habe. Er habe…

    31.1 Lassen Sie den Patienten gehen? Begrün− den Sie Ihre Entscheidung! Nein; fürsorgliche Zurückhaltung des Patienten auch gegen seinen Willen; Begründung: akute Suizidalität: Wiederholte suizidale Äußerungen Ihnen und anderen gegenüber Anschließende Rücknahme bagatellisierend und nicht nachvollziehbar Suizidalität Deutlich eingeschränkte Impulskontrolle und Steuerungsfähigkeit durch Alkoholintoxikation und/oder evtl. psychische Erkrankung Erwähnung einer früheren suizidalen Situation 31.2 Wel…

  5. Fall 5: 74−jähriger, durch Suizid verstorbener Mann (Fallbeschreibung s.u.) 5.1. Was veranlassen Sie? 5.2. Nennen Sie Suizidraten und Suizidversuchsraten bei Männern und Frauen in Deutschland! Wie entwickelt sich Suizidalität mit zunehmendem Alter? 5.3. Beschreiben Sie Theorien zur Psychodynamik der Suizidalität! 5.4. Ist Suizidalität eine Krankheit? Fallbeschreibung: Gegen Abend Ihres Nachtdienstes in einer Abteilung für Innere Medizin werden Sie von einer aufgeregten Krankenschwester gerufen.…

    5.1 Was veranlassen Sie? Diskretes Vorgehen zum Schutz der anderen Patienten der Station (ggf. Verlegung eines Mitpatienten desselben Zimmers in eine andere Abteilung) Polizei informieren (nicht-natürliche Todesursache), Zimmer sperren bis zum Eintreffen der Polizei Ober− oder Chefarzt informieren Angehörige informieren Gespräch mit Krankenpflegeschüler sowie Sicherstellung dessen weiterer Betreuung Gespräch mit Pflegeteam (evtl. sog. Suizidkonferenz) Je nach Kapazität der Klinik Informieren de…

  6. Fall 39: Lehrerin mit der Bitte um einen Vortrag zum Thema Sucht (Fallbeschreibung s.u.) 39.1. Das ICD−10 teilt die Störungen durch suchterzeugende Substanzen sowohl nach den Substanzen selbst als auch nach dem klinischen Erscheinungsbild der hervorgerufenen Störungen ein. Zählen Sie beide Einteilungen auf! 39.2. Welche lernpsychologischen Faktoren haben bei der Entwicklung einer Sucht Bedeutung? 39.3. Sie möchten den Schülern Folgeschäden der Sucht am Beispiel Alkohol verdeutlichen. Fassen Sie…

    39.1 Zählen Sie beide Einteilungen auf! Art und Typ der hauptsächlich konsumierten Substanzen Störungen durch F10 Alkohol (& Barbiturate) F11 Opioide (& Morphine) F12 Cannabinoide F13 Sedativa oder Hypnotika F14 Kokain F15 Andere Stimulanzien Koffein, Amphetamin, ... F16 Halluzinogene F17 Tabak F18 Flüchtige Lösungsmittel F19 Multipler Substanzgebrauch Klinisches Erscheinungsbild: Akute Intoxikation (Rausch) (F1 x.0) Schädlicher Gebrauch (F1 x.1) Abhängigkeitssyndrom (Sucht) (F1 x.2) Entzugssyn…

  7. Fall 49: 18−jährige Frau mit multiplem Substanzengebrauch und Bitte um Hilfe (Fallbeschreibung s.u.) 49.1. Nennen Sie die verschiedenen Subtypen! 49.2. Definieren Sie den Begriff Polytoxikomanie! Ist die Patientin davon betroffen? 49.3. Bei welcher Erkrankung hat Cannabisabusus einen besonderen Stellenwert? 49.4. Nennen Sie Hinweise auf eine Drogeneinnahme! Fallbeschreibung: Sie werden als Dienstarzt einer städtischen psychiatrischen Klinik um 2 Uhr von der Pforte geweckt. Vor der Kliniktür ste…

    49.1 Nennen Sie die verschiedenen Subtypen! Barbiturat−/Alkohol−Typ (F10) Morphin−/Opiat−Typ (F11) Cannabis−Typ (F12) Sedativa und Hypnotika (F13) Kokain−Typ (F14) Andere (F15) (z.b. Koffein) Halluzinogen−Typ (F16) Tabak-Typ (F17) Missbrauch von Lösungsmitteln (F18) Multiple Intoxikation (F19) (s.u. -> Polytoxikomanie) 49.2 Definieren Sie den Begriff Polytoxikomanie! Ist die Patientin davon betroffen? Polytoxikomanie: Einnahme von Suchtsubstanzen über einen Zeitraum von einem Jahr aus mindesten…

  8. Fall 50: 19−jähriger Patient mit gleichgültiger Zurückgezogenheit (Fallbeschreibung s.u.) 50.1. Stellen Sie eine Verdachtsdiagnose! 50.2. Unterscheidet sich die medikamentöse Therapie dieser Erkrankung von der einer paranoiden Schizophrenie? 50.3. Wie beurteilen Sie den Verlauf dieser Erkrankung? Fallbeschreibung Sie haben Dienst in der psychiatrischen Notaufnahme. Ein 19−jähriger Mann wird Ihnen von seinen Eltern vorgestellt. Während des Gesprächs gewinnen Sie den Eindruck, dass die Eltern ihn…

    50.1 Stellen Sie eine Verdachtsdiagnose! Hebephrene Schizophrenie; Begründung: Enthemmung mit ungeniert distanzlosem und albern schnippischem Benehmen; schizophrene Erlebensweisen (z. B. Halluzinationen, Wahn) fehlen 50.2 Unterscheidet sich die medikamentöse Therapie dieser Erkrankung von der einer paranoiden Schizophrenie? Nein, ebenfalls Anwendung von Neuroleptika und fakultativ Antidepressiva (s. Kommentar) 50.3 Wie beurteilen Sie den Verlauf dieser Erkrankung? Hebephrene Symptomatik bei Erk…

  9. Fall 55: 25−jährige Mutter postpartal mit Suizidankündigung (Fallbeschreibung s.u.) 55.1. Nennen Sie Ihre Verdachtsdiagnose! 55.2. Nennen Sie weitere Erkrankungen dieses Lebensabschnittes? 55.3. Was ist bei der Anamneseerhebung besonders wichtig? 55.4. Welche Maßnahmen leiten Sie ein? 55.5. Was können Sie der Patientin und den Angehörigen über die Prognose dieser Erkrankung sagen? Fallbeschreibung: Eine 25−jährige Patientin wird mit ihrem 3 Wochen alten Baby von der Polizei zu Ihnen in die psyc…

    55.1 Nennen Sie Ihre Verdachtsdiagnose! Puerperale Psychose; Begründung: paranoide Ängste, schnell wechselnde Symptomatik, akut aufgetretene Suizidalität, psychomotorische Unruhe bis hin zu Verwirrtheitszuständen im Wochenbett 55.2 Nennen Sie weitere Erkrankungen dieses Lebensabschnittes? Weitere psychische Störungen des Wochenbetts: Postpartale Depression (s. Kommentar) Sog. Heultage (Baby−Blues) (s. Kommentar) 55.3 Was ist bei der Anamneseerhebung besonders wichtig? Ähnliche Symptomatik bei f…

  10. Fall 40: 28−jähriger verzweifelter Medizinstudent mit "Gedankenkreisen" (Fallbeschreibung s.u.) 40.1. Welches vorherrschende Symptom stellen Sie bei dem Patienten fest? Wie lautet daher Ihre Verdachtsdiagnose? 40.2. Kennen Sie dieses Symptom aus Ihrer eigenen Erfahrung? Was ist der Unterschied zur pathologischen Variante? 40.3. Nennen und erklären Sie die einzelnen Phänomene dieses Symptoms 40.4. Welche Therapieoptionen haben Sie bei diesem Patienten? 40.5. Welche Medikamente können bei diesem…

    40.1 Welches vorherrschende Symptom stellen Sie bei dem Patienten fest? Wie lautet daher Ihre Verdachtsdiagnose? Symptom: Zwang Verdachtsdiagnose: Zwangsstörung 40.2 Kennen Sie dieses Symptom aus Ihrer eigenen Erfahrung? Was ist der Unterschied zur pathologischen Variante? Beispiele: Ohrwurm Wenn man nicht ohne weiteres davon ablassen kann, Treppenstufen zu zählen oder glaubt, den Schreibtisch nicht unaufgeräumt hinterlassen zu können die Zigarette "danach "Normaler“ Zwang: ist ich−synton, d. h…

  11. Fall 33: 17−Jähriger mit plötzlicher Verhaltensänderung nach Tod des Großvaters (Fallbeschreibung s.u.) 33.1. Diagnostizieren Sie die Störung des Jungen! 33.2. Mit welchen Symptomen müssen Sie rechnen? 33.3. Nennen Sie typische Belastungsfaktoren, die zu einer solchen Störung führen Fallbeschreibung: In einer psychiatrischen Institutsambulanz, wo Sie gerade Dienst haben, erscheint eine Mutter mit ihrem 17−jährigen Sohn. Sie berichtet, dass sie ihren Sohn nicht wiedererkenne, er sei sonst ein au…

    33.1 Diagnostizieren Sie die Störung des Jungen! Depressive Anpassungsstörung; Begründung: protrahierte depressive Symptomatik nach einem belastenden Ereignis (Tod des Großvaters), gleichgültiger Affekt mit Gefühl der Gefühllosigkeit, aggressive Durchbrüche 33.2 Mit welchen Symptomen müssen Sie rechnen? Meist innerhalb eines Monats nach dem belastenden Ereignis: Emotionale Taubheit, eingeengtes Bewusstsein, verminderte Aufmerksamkeit; Unfähigkeit, Reize zu verarbeiten und darauf zu reagieren; a…

  12. Fall 34: 42−jähriger Lastwagenfahrer mit Herzrasen (Fallbeschreibung s.u.) 34.1. Welche Verdachtsdiagnose stellen Sie? 34.2. Was halten Sie von der Einnahme von Betablockern bei solchen Störungen? 34.3. Mit welchen Argumenten überzeugen Sie den Patienten zu bleiben? 34.4. An welche Therapieoptionen denken Sie? Fallbeschreibung: Über die Notfallambulanz der Abteilung für Innere Medizin kommt ein 42−jähriger Patient in Ihre psychiatrische Aufnahme. Der Patient wirkt verstört, er hyperventiliert u…

    34.1 Welche Verdachtsdiagnose stellen Sie dem Patienten? Angststörung; Begründung: episodische, plötzlich auftretende und intensiv empfundene Angst (Panikattacke) mit kardialer Symptomatik (Herzklopfen, Beklemmungsgefühl, Brustschmerz); kein Nachweis organpathologischer Befunde 34.2 Was halten Sie von der Einnahme von Betablockern bei solchen Störungen? Betablocker (z. B. Propanolol 40–80 mg/d) senken den gesteigerten Sympathikotonus Sie können hilfreich sein bei Phobien, Belas− tungssituatione…

  13. Fall 59: 21−jähriger Informatikstudent nach Erstmanifestation einer Schizophrenie (Fallbeschreibung s.u.) 59.1. Für welche Zeitdauer empfehlen Sie, die Medikamente weiter einzunehmen? 59.2. Welche Möglichkeiten haben Sie bezüglich der Müdigkeit und Lustlosigkeit des Patienten? 59.3. Welche Empfehlungen gaben vermutlich die behandelnden Ärzte? 59.4. Was ist besonders wichtig bei einer sich so gestaltenden Situation? Fallbeschreibung: In die psychiatrische Praxis, in der Sie als Weiterbildungsass…

    59.1 Für welche Zeitdauer empfehlen Sie, die Medikamente weiter einzunehmen? Nach erster akuter psychotischer Episode Einnahme von Neuroleptika mindestens 1, besser 2 Jahre (nach 2 oder mehr Manifestationen 4–5 Jahre); Begründung: Patienten, die 2 Jahre Neuroleptika erhalten, erleiden deutlich weniger Rezidive 59.2 Welche Möglichkeiten haben Sie bezüg− lich der Müdigkeit und Lustlosigkeit des Pa− tienten? Medikamentös: gegen Zeichen einer postpsychotischen Depression additiv Antidepressivum (z.…

  14. zu Fall 59: Neuroleptika Welche Neuroleptikaklassen gibt es? Welche Nebenwirkungen + Behandlungen derer gibt es?

    Welche Neuroleptikaklassen gibt es? Welche Nebenwirkungen + Behandlungen derer gibt es?

  15. Fall 65: 30−jährige Frau mit Sehstörungen und Muskelkrämpfen (Fallbeschreibung s.u.) 65.1. Wie bezeichnen Sie die Symptomatik der Patientin? Was ist die Ursache dafür? 65.2. Was schlagen Sie der Patientin vor? 65.3. Nennen Sie Einteilungen der Neuroleptika und Beispiele für die einzelnen Gruppen! 65.4. Auf welche Neurotransmittersysteme wirken Neuroleptika? An welchen lösen sie erwünschte, an welchen unerwünschte Wirkungen aus? 65.5. Zählen Sie Indikationsgebiete von Neuroleptika auf! Fallbesch…

    65.1 Wie bezeichnen Sie die Symptomatik der Patientin? Was ist die Ursache dafür? Symptomatik: Extrapyramidal−motorische Störungen (Akathisie [Beinunruhe], Muskelkrämpfe), anticholinerge Nebenwirkung (Sehstörungen, Akkomodationsstörungen) Ursache: typische Neuroleptika 65.2 Was schlagen Sie der Patientin vor? Akutbehandlung der extrapyramidal−motorischen Störungen: Biperiden 4 mg p.o./i. v.; bei i. v.−Gabe kommt es fast sofort zu einer Symptomverbesserung, bei p.o.−Gabe nach ca. 10– 20 min; ein…

  16. Fall 1: 34−jähriger Mann mit pektanginösen Beschwerden (Fallbeschreibung s.u.) 1.1. Befunden Sie das EKG! 1.2. Stellen Sie eine Diagnose! 1.3. Was tun Sie weiterhin? 1.4. Nennen Sie weitere Organsysteme mit den dazugehörigen Schlagwortdiagnosen, die sich in dieselbe Systematik einordnen lassen! 1.5. Wie sind Affekte und vegetative Symptome physiologisch miteinander verbunden? Fallbeschreibung: Während Ihres Notfalldienstes in einer Ambu− lanz für Innere Medizin wird ein sportlich wirkender jung…

    1.1 Befunden Sie das EKG! Kein pathologischer Befund 1.2 Stellen Sie eine Diagnose! Somatoforme autonome Funktionsstörung des kardiovaskulären Systems (Herzneurose; nach ICD−10: F 45.30); Begründung: stark körperlich wahrgenommene Symptome (Stenokardien, Erstickungsgefühle, Todesangst), aber keine somatische Erkrankung diagnostizierbar 1.3 Was tun Sie weiterhin? Beruhigende Zuwendung zum Patienten Den Patienten und seine Not ernst nehmen, aber darüber aufklären, dass körperliche Symptome Ausdru…

  17. Fall 32: 30−jährige verwirrte Patientin auf der Straße aufgefunden (Fallbeschreibung s.u.) 32.1. Welche Verdachtsdiagnose stellen Sie? 32.2. Welche Symptome sind bei Ihrer Verdachtsdiagnose allgemein von Bedeutung? 32.3. Welche 3 bedeutenden Psychiater versuchten ebenfalls, die Symptomatik dieser Erkrankung zu systematisieren? Fassen Sie deren Thesen kurz zusammen! 32.4. Welche Unterform dieser Erkrankung kann tödlich verlaufen, und welche ebenso letale Erkrankung kommt als Differenzialdiagnose…

    32.1 Stellen Sie die Verdachtsdiagnose der Patientin! Paranoid−halluzinatorische Schizophrenie; Begründung: formale Denkstörungen (Gedankenabreißen, Gedankenbeschleunigung, Logorrhoe), Verdacht auf inhaltliche Denkstörungen (Beziehung zu einem Popstar), Angst− und Verfolgungsgefühle, Manierismen (übertriebene Ausdrucksweise) (barfuß und singend) 32.2 Welche Symptome sind bei Ihrer Verdachtsdiagnose allgemein von Bedeutung? Formale Denkstörungen (Zerfahrenheit, Brüche und Einschiebungen in den G…

  18. Fall 2: 38−jähriger Mann mit "Drogennotfall" (Fallbeschreibung s.u.) 2.1 Wie bezeichnen Sie den Zustand des Patienten? 2.2 Welche Gründe für seinen Zustand erwägen Sie? 2.3 Wie gehen Sie diagnostisch vor? 2.4 Definieren Sie die unterschiedlichen Ausprägungen von Bewusstseinsstörungen! 2.5 Was tun Sie im Fall einer Nackensteifigkeit und erhöhten Körpertemperatur? Fallbeispiel: Als Dienstarzt in einem psychiatrischen Krankenhaus werden Sie am frühen Abend zu einem 38−jährigen Patienten gerufen, d…

    2.1 Wie bezeichnen Sie den Zustand des Patienten? Bewusstseinsgetrübt oder somnolent (s. Antwort zur Frage 2.4) 2.2 Welche Gründe für seinen Zustand erwägen Sie? Intoxikation mit unbekannter Droge, (z. B. Benzodiazepine, Cannabinoide, Opioide, Alkohol, Hypnotika) Hirnorganische Störung (z. B. Meningitis, En− zephalitis, Tumor, Hirninfarkt, intrazerebrale Blutung, Abszess, Schädel−Hirn−Trauma, epileptischer Anfall) Systemische Erkrankung (z. B. Hypo− oder Hyperglykämie, Elektrolytstörungen, kard…

  19. *Fall 7: 25-jährige aggressive Frau mit Behinderung (Fallbeschreibung siehe unten) 7.1 Was ist diesbezüglich bei Patienten mit Intelligenzminderungen besonders zu beachten? 7.2 Nennen Sie weitere abnorme Reaktionen bei Intelligenzminderung! 7.3 Nennen Sie 3 chromosomale Erkrankungen, die eine Intelligenzminderung verursachen können! 7.4 Zählen Sie andere Ursachen einer Intelli− genzminderung auf! Fallbeschreibung: Über einen Allgemeinarzt, der ein Heim für Behinderte betreut, wird eine 25−jähri…

    7.1 Was ist diesbezüglich bei Patienten mit Intelligenzminderungen besonders zu beachten? Intelligenzminderung geht meist mit Schädigung des Gehirns einher Wirkung von psychotropen Substanzen auf vorgeschädigtes Gehirn nicht absehbar und evtl. paradox niedrigere Dosierung oder schwächer wirkendes Medikament: Diazepam 5 mg p.o. oder Haloperidol 5 mg p.o. 7.2 Nennen Sie weitere abnorme Reaktionen bei Intelligenzminderung! Anpassungsstörungen Abnorme Erlebnisreaktionen: Flucht, Angst, aggressive R…

  20. *Fall 46: 51-jähriger Patient mit Niedergeschlagenheit nach Hirninfarkt (Fallbeschreibung siehe unten) 46.1 Stellen Sie eine Verdachtsdiagnose! 46.2 Welche prädisponierenden Faktoren spielen bei dieser Erkrankung eine Rolle, wenn sie nach einem Hirninfarkt auftritt? 46.3 Wie häufig tritt diese Erkrankung nach einem Hirninfarkt auf? 46.4 Es gibt depressive Syndrome, bei denen v. a. eine körperliche Symptomatik ohne somatische Grunderkrankung im Vordergrund steht und nicht der depressive Affekt.…

    46.1 Stellen Sie eine Verdachtsdiagnose! Somatogene Depression; Begründung: niedergedrückte Stimmung, gesperrter Gedankengang, verminderter Antrieb, Perspektivlosigkeit, körperliche Grunderkrankung (Hirninfarkt) 46.2 Welche prädisponierenden Faktoren spielen bei dieser Erkrankung eine Rolle, wenn sie nach einem Hirninfarkt auftritt? Ausmaß der körperlichen Beeinträchtigung Höheres Alter Ungünstige soziale Verhältnisse/Ereignisse (z. B. Rente, Trennung, Auszug der Kinder) Allgemeine prämorbide A…

  21. *Fall 54: 54-jähriger Patient mit Schlafproblemen (Fallbeschreibung siehe unten) 54.1 Geben Sie dem Patienten einige Ratschläge zur Schlafhygiene! 54.3 Welche Medikamentengruppen kommen bei der Behandlung von Schlafstörungen in Frage? Nennen Sie jeweils ein Beispiel mit Dosierung! 54.4 Welche Probleme birgt der Einsatz von Benzodiazepinen bei Schlafstörungen? 54.5 Beschreiben Sie kurz 2 therapeutische Entspannungsverfahren! Fallbeschreibung: Ein 54−jähriger Patient kommt in Ihre psychiatrische…

    54.1 Geben Sie dem Patienten einige Ratschläge zur Schlafhygiene! Körperliche Aktivität tagsüber Vermeiden von Schlaf tagsüber Vermeiden von anregenden Genussmitteln (Kaffee, Tee, Alkohol) Vermeiden von schwerer Kost vor dem Schlafengehen Adäquate Schlafumgebung (Schlafzimmer ruhig, leicht abgedunkelt, Zimmertemperatur 16–18°C, kein Fernseher) Gutes Bett Tag "ausklingen" lassen, um den physiologischen Übergang von Spannung auf Entspannung zu ermöglichen (z. B. kein spannendes Buch vor dem Einsc…