LATEIN - MÜNDLICHE FACHPRÜFUNG TEXTE DIE GELERNT WERDEN MÜSSEN
96 flashcards · Other · by Clemens Wolfmair
Alle Menschen wissen, dass Cicero ein altertümlicher Philosoph und gerühmter Redner gewesen ist.
Cicero kam zuerst aus der Stadt A. nach Rom, dann reiste er nach Griechenland, wo er die Künste des Redens lernte.
Später kehrte er nach Rom zurück.
Während Caesar den röm. Staat verwaltete, ging Cicero aus der Stadt und zog sich in sein Landhaus zurück.
Dann ist aber Ligarius, der ein Gegner Caesars gewesen war, angeklagt worden.
Caesar, dem gemeldet worden war, dass Cicero ihn verteidigen wird, sagte zu den Freunden: „Nach langer Zeit werden wir jenen berühmten Redner hören.
Unser Plan ändert sich nicht.
Denn wir wissen, dass Ligarius in böser und schlechter Mann ist.“
Aber Cicero bewegte durch die Kraft seiner Rede den Geist Caesars sehr.
Zuerst änderte Caesar die Gesichtsfarbe, dann fielen die Akten, die er hielt, aus den Händen auf den Boden.
Schließlich entließ Caesar Cicero als freien (Mann). Caesar war nämlich für seine Gilde u Barmherzigkeit bekannt.
Wie groß ist die Zahl der berühmten Dichter, die Griechenland und Italien hevorgebarcht haben.
Wer weiß nicht, wie viele jener Geschichten, Fabeln Erzählungen und Ähnliches bis jetzt den Dichtern unserer Zeit als Beispiel und zur Bewunderung dienen?
Einer der Dichter, der sich oft bemühte Menschen zu erziehen und zu erfreuen, erzählte dies:
Ein gewisser nobler Mensch hatte mehrere Söhne.
Einst war ein großer Streit unter ihnen. Vergeblich befahl der Vater, dass die Söhne die Eintracht unter ihnen wiederherstellen.
Schließlich sagte er: „Sammelt für mich Stäbchen!“ Dann verband er die Stäbchen, die die Söhne gesammelt hatten, zu einem Bündel und übergab den Söhnen das Verbundene, damit sie es brechen.
Die Söhne aber bemühten sich vergeblich.
Dann löste der Vater den Knoten des Bündels und gab ihnen die einzelnen Stäbchen, damit sie sie brechen.
Sofort machten sie das, was der Vater befphlen hatte.
Der Vater aber sagte: „Das soll euch ein Beispiel sein! Ihr werdet von dem Unrecht der Feinde sicher sein, solange ihr in Harmonie seid.
Sobald aber Zwietracht unter euch sein wird, werden Feinde euch einzeln zerstören!“
Wir haben über die Taten des Odysseus, eines sehr klugen Mannes, viel gehört.
Mit seinen Gefährten kam er zu mehreren Inseln, von denen eine die des Zyklopen Polyphem war.
Der Zyklop Polyphem hatte riesige Kräfte.
Dieser hatte ein Auge mitten auf der Stirn und aß Menschenfleisch.
Die Greichen sahen, dass Polyphem ein Vieh eingesperrt hatte.
Von Odysseus war er aber schwer verwundet worden.
Der schlaue Odysseus gab nämlich Polyphem einen großen Schlauch mit Wein, damit jener trank und nicht mehr in Besitz seines Geistes war.
Als der Zyklop vom Wein erschöpft schlief, brannte Odysseus mit seinen Gefährten dessen Auge mit einem glühenden Stamm aus.
Polyphem rief vergeblich die anderen Zyklopen zusammen.
Odysseus aber hatte ihm gesagt, dass er „Niemand“ genannt wurde.
Die anderen, sobald sie diesen Namen hörten, glaubten, dass er spinne.
Daher gingen die von Polyphem zusammengerufenen Zyklopen nach Hause. Schließlich konnten die Griechen mit dem Vieh fliehen.
Einst reiste Alexander der Große nach Korinth, weil er den berühmten Philosophen Diogenes sehen wollte.
Viele sehr berühmte Griechen, die dem König zu grüßen wünschten, kamen ihm entgegen.
Diogenes aber, jener Philosophen, der in einem Wald, nahe der Stadt gelegen, wohnte, wollte den berühmten Gast nicht grüßen.
Alexander, der dies hörte, sagte: „Diogenes scheint mir ein ausgezeichneter Mensch zu sein.
Ich wünsche zu dessen Haus geführt zu werden.“ Daher wurde er zu dem Philosophen geführt, der vor dem Haus in der Sonne saß.
„Sei gegrüßt!“ sagte Alexander. „Ich werde dir eine größte Belohnung geben, wenn du ein Wort sagen wirst.“
Aber Diogenes, der in der Sonne schlafen wollte, war dies unangenehm und antwortete, den König ignorierend: „Kannst du ein wenig aus der Sonne gehen?“
Ich bitte das eine. Ich sitze ungern nämlich im Schatten.“ Dann rief Alexander mit höhster Bewunderung aus: „Nicht alle wünschen dasselbe!“
Porsenna hatte sich Rom genähert und hatte vor die Stadt anzugreifen.
Dann sagte Gaius Mucius Scaevola, ein edler Jüngling, zu den Senatoren: „Während nun Gefahr droht, werde ich das Volk von der Angst befreien.
Ich werde in das Lager der Feinde einfallen und den König töten.“ Mucius und einige römische Jünglinge kamen in das Lager Porsennas, nachdem die Waffen unter der Kleidung versteckt worden waren.
Die Wächter der Etrusker hatten nämlich geschlafen. Aber weil Nacht war, fanden die Römer den König nicht Sie töteten statt diesem den Schreiber, der vor dem Zelt saß.
Nachdem das Geschrei des Schreibers gehört worden war, näherten sich die Soldaten der Feinde mit schnellem Schritt.
Dann erblickten die Feinde den Schreiber, der von den Römern getötet worden war.
Sogleich suchten sie die Römer in dem Lager und fanden diese bald.
Nachdem zwei Römer getötet worden waren, wurden 18 Jünglinge von den Etruskern ergriffen und zum König geführt.
Porsenna befahl die Römer zum großen Feuer zu führen und schrie: „Ich werde euch sofort in jene Flammen werfen lassen! Aber vorher werdet ihr mit Qualen versehen werden!“
Früher pflegten die Senatoren mit ihren Söhnen in die Kurie einzutreten.
Einst beschloss der Senat, weil im Senat eine größere Sache befragt und diese auf den nächsten Tag velegt worden ist, dass niemand diese Sache verraten darf.
Die Mutter des Papirius, der mit seinem Vater in der Kurie gewesen war, fragt den Sohn, was denn die Väter im Senat verhandelt hatte.
Der Bub antwortet: „Es ist nicht erlaubt, dass dies gesagt wird.“ Die Mutter fragt daher heftiger und drängnder.
Dann fasst der Bub den Plan der Lüge. Er sagte nämlich: „Es wurde im Senat verhandelt, ob es nützlicher für den Staat erscheint, dass einer 2 Frauen haben soll, oder dass eine mit 2 Männern verheiratet werden soll.“
Nachdem die Mutter dies gehört hatte, ging sie aus dem Haus, eilte zu den übrigen Frauen und erzählte ihnen, war ihr der Sohn gesagt hatte.
Am nächsten Tag war ein großer Aufstand der Frauen, die vor dem Senat zusammengekommen waren.
Die Frauen glaubten nämlich, dass die Lüge des Papirius wahr sei.
Einst ist ein Steit über die Schönheit der Göttinnen entstanden.
Der Schiedsspruch des Streits ist Paris, einem trojanischen Hirten, von Jupiter anvertraut worden.
Daher kamen Juno, Minerva und Venus zuihm und zeigten sich ihm.
Wenn ich von dir gelobt werde, wird dir ein großes Reich gegeben werden.“
Venus: „ Wenn dir meine Natur mehr gefallen wird, werde ich dir sofort eine schöne Frau verschaffen.“
Minerva: „Wenn du von meiner Gestalt ergriffen werden wirst, wirst du nie von Feinden besiegt werden.“
Von den Worten der Göttinnen sehr bewegt, urteilte Paris dennoch, dass Venus gesiegt hatte.
Später ist Helena, die sehr schöne Frau des Menelaos, von Paris geraubt und nach Asien geführt worden.
Aber der Betrug des P. ist von den Königen der Griechen nicht toleriert worden.
Diese bereiteten eine große Schiffsflotte vor und machten einen Angriff gegen die Trojaner.
Daher ist 10 Jahre vor der Stadt gekämpft worden, die schließlich von den Griechen eingenommen und zerstört worden ist.
Mausolus hatte 2 Häfen erbaut, den einen groß, den anderen Hafen kleiner und hinter Bergen verborgen.
Nach dessen Tod rückten die Rhodier an die Stadt heran, damit sie dessen Reich besetzten.
Die Bewohner des Reichs gehorchen Artemisia, Gattin des Mausolus; dies gefiel den Rhodiern nicht.
Artemisia befahl die Schiffe im kleineren Hafen zu verstecken.
Ab die Rhodier mit den Schiffen, die im größeren Hafen geankert worden waren, zur Stadt kamen, war das Geschrei der Bürger groß.
Artemisia hatte nämlich befohlen: „Wir werden den Feinden die Statdt übergeben!“
Inzwischen entführte sie selbst, nachdem ihre Schiffe ins Meer hinausgeführt worden sind, die Flotte der Feinde ins hohe Meer.
So sind die Rhodier, weil sie ohne Schiffe nicht fliehen konnten, in der Stadt getötet worden.
Dann kam Artemisia mit den Schiffen der Rhodier auf deren Insel. Jene aber, die zu Hause geblieben waren, glaubten, dass die ihren als Sieger zurückkehrten.
Deshalb geschah es, dass die Rhodier die Feinde wie Freunde aufnahmen. So ist die Insel der Rhodier leicht besetzt worden.
Daedalus, der in Athen die meisten Gebäude und Statuen von außerordentlicher Schönheit erbaut hatte, tötete den Sohn der Schwester, weil jener ein größeres Talent hatte.
Wegen dieses Verbrechens verurteilt, beschloss er sein Schiff zu zahlen und nach Kreta zu segeln.
Dort ist ihm von König Minos befohlen worden ein Labyrinth zu erbauen. Einige Jahre später hatte D. im Sinn mit dem Sohn in die Heimat zurückzuwandern, aber Minos verbot es.
Also dachte D. bei sich: „Weil alle Wege für uns verschlossen sind, werden wir auf anderem Weg nach Hause wandern.
Minos besitzt zwar Land und Meer, aber er besitzt den Himmel nicht!“
Dann erbaute er mit wunderbarer Kunst ein neues Werk, das niemand vorher gesehen hatte: Nachdem Federn an der Küste gefunden worden waren, fertigte er Flügel an.
Denn er legt die Federn, von der kleinsten begonnen, in Reihe auf, die langen folgen den kürzeren.
Dann verbinde er die mittleren mit einem Faden, die inneren mit Wachs, und so biegt er die Flügel mit einer kleinen Krümmung, dass er Vögel imitiert.
Wie Vergil, ein berühmter Dichter, erzählt, war Aeneas der Sohn des Anchises, eines sterblichen Mannes, und der Venus, einer unsterblichen Göttin.
Zehn Jahre lang wurde Troja mit anderen tapferen Männern vor einem heftigen Angriff der Griechen verteidigt.
Nachdem die unglückliche Stadt jedoch durch den Plan der unsterblichen Götter erobert und zerstört worden war, entkam Aeneas auf Befehl der Mutter Venus dem riesigen Blutbad und verließ mit dem Vater Anchises, dem Sohn Julus und wenigen tapferen Verbündeten die Heimat.
Auf schnellen Schiffen segelten die Trojaner nach Thrakien.
Sie wurden aber durch ein schreckliches Vorzeichen von diesem Ort abgeschreckt; so strebten sie nach anderen Ländern und anderen Inseln.
Endlich befahl Apollo diesen durch ein Orakel, die „alte Mutter“ zu suchen.
Lange berieten sie über diese Worte; endlich sagte Anchises: „Ich glaube, dass Italien die „alte Mutter“ ist, denn es gibt die Sage, dass Dardanum, ein Urahne der Trojaner, einst aus diesem Land nach Asien gekommen ist.
Deshalb strebt nach Italien!