WiWi - BWL (JKU, Austria)

404 flashcards · Economics · by daniel-eder

  1. Woraus besteht die Bilanz?

    Aktiva = Mittelverwendung Anlagevermögen Umlaufvermögen Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Passiva = Mittelherkunft Eigenkapital (Reinvermögen) Fremdkapital (Schulden) Passive Rechnungsabgrenzungsposten

  2. Was sind Sollbuchungen, was sind Habenbuchungen?

    Sollbuchungen: auf der linken Seite des Konto (Mittelverwendung) Habenbuchungen: auf der rechten Seite des Kontos (Mittelherkunft) Summen müssen zwischen der Soll- und Habenbuchung immer übereinstimmen!

  3. Was ist die Definition von Wissenschaft?

    Dynamisches System von allgemein gültigen Aussagen über reale Sachverhalte, welches versucht die Beziehung der Sachverhalte über Ursache und Wirkung (Kausalbeziehungen) zu erklären.

  4. Was ist die Definition von Theorie

    Erklärungen und Prognosen von Sachverhalten, im Rahmen eines Aussagesystems

  5. Was ist die Aufgabe der Betriebswirtschaftlehre?

    Untersucht den Betrieb samt Aufbau sowie einzelwirtschaftlicher Vorgänge (Prozesse)

  6. Wie verhält sich BWL zur VWL? Welche Art der Wissenschaft ist es?

    Neben VWL eine selbständige Wissenschaft im Rahmen der Wirtschaftswissenschaften

  7. Sind wissenschaftliche Aussagen statisch/unveränderlich?

    Nein, sie müssen laufend auf Richtigkeit überprüft werden Wissenschaft ist ein Prozess

  8. Was ist die Aufgabe der Volkswirtschaftslehre?

    Untersucht gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge der einzelnen Wirtschaftssubjekte aus übergeordneter Sicht einer Wirtschaftsregion

  9. Wie wird die VWL noch genannt?

    Nationalökonomie Politische Ökonomie

  10. Was ist die Wirtschaft?

    Wirtschaft Bezeichnet jedes Feld menschlicher Aktivität das der Erfüllung menschlicher Bedürfnisse und Wünsche dient. Wünsche sind unbegrenzt, Güter jedoch begrenzt -> Güterknappheit Mensch beginnt zu wirtschaften Er disponiert über die knappen Güter

  11. Was bedeutet "wirtschaften"?

    Die verfügbaren Mitteln bestmöglich einsetzen

  12. Was sind Realwissenschaften?

    Realwissenschaften beschäftigten sich mit real fassbaren, beobachtbaren Sachverhalten.

  13. Was sind Geisteswissenschaften?

    Geisteswissenschaften untersuchen den Bereich des geistigen und kulturellen Lebens (= Kulturwissenschaften)

  14. Wie sind die VWL und BWL in die Hierarchie der Wissenschaften einzuordnen?

  15. Was ist ein Betrieb?

    Eine organisierte Wirtschaftseinheit in der in Arbeitsteiligkeit unter Beachtung von Marktchancen und -risiken verfügbare Ressourcen (Personen- oder Sachmittel) zur Erstellung von Leistungen (Sach- oder Dienstleistungen) eingesetzt werden, die andere nachfragen und somit auf dem Markt verwertet werden können.

  16. Was sind Eigenleistungsbetriebe?

    Leistungserstellung erfolgt für den Eigenbedarf private Haushalte, Konsumtionsbetriebe

  17. Was ist der Lebenszyklus von Betrieben?

    müssen gegründet werden können sich mit anderen zusammenschließen können wachsen können insolvent werden

  18. Was ist die Bezeichnung "Unternehmen" in der Praxis?

    Synonym zu "Betrieb"

  19. Was ist ein Unternehmen nach der betriebswirtschaftlichen Unternehmenstheorie?

    Ein Feld einzelwirtschaftlicher Aktivitäten im Sinne einer funktionalen (aufgabenbezogenen) Analyse

  20. Was ist ein Unternehmen im rechtlichen Sinn? Was ist die Rechtsgrundlage?

    § 1 UGB Jede auf Dauer angelegte Organisation selbstständiger wirtschaftlicher Tätigkeit, mag sie auch nicht auf Gewinn gerichtet sein

  21. Was ist eine Unternehmung?

    Aus betriebswirtschaftl. Sicht eine spezifische Betriebsform in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem, die auf Gewinnerzielung gerichtet ist.

  22. Was ist eine Firma?

    Synonym für Unternehmen Juristischer Begriff: bezeichnet den Namen unter dem ein Unternehmer seinen Betrieb führt

  23. Was ist ein Geschäft?

    Handelsbetrieb oder der kaufmännische Bereich eines Industriebetriebes

  24. Was ist ein Werk oder eine Fabrik?

    Stätte der Leistungserstellung im technischen Sinn

  25. Was ist der Wertschöpfungsprozess?

    Betriebe (Unternehmen) stellen Güter und Dienstleistungen für andere Wirtschaftssubjekte her. Dafür brauchen sie andere Güter und Dienstleistungen, die sie als Vorleistung vom Beschaffungsmarkt beziehen, welche sie dann verwerten und am Absatzmarkt umsetzen

  26. Wie errechnet sich die Wertschöpfung?

    Die Wertschöpfung ist: Die Differenz zwischen dem aus der Leistungsverwertung am Absatzmarkt erzielten und dem am Beschaffungsmarkt eingesetzten Wert

  27. Was sind Konsumgüter, was Produktionsgüter?

    Konsumgüter: zur direkten Bedürfnisbefriedigung Produktionsgüter: dienen einem nachgelagerten Produktionsprozess

  28. Was sind Individualgüter?

    Güter die gegen Entgelt an einzelne Leistungsabnehmer abgegeben werden Marktausschlussprinzip: Gut steht nur dem Leistungsabnehmer zur Verfügung, nicht anderen

  29. Was sind Kollektivgüter?

    Sachpolitisch erwünschte Zustände z.B.: innere und äußere Sicherheit, Bildung, Gesundheit

  30. Was sind Realgüter, was Nominalgüter?

    Realgüter: materielle und immaterielle Güter Nominalgüter: Geld, Anrechte auf Geld

  31. Was ist das Rationalprinzip?

    Betrifft die Entscheidung über den Gütereinsatz zur Bedürfnisbefriedigung ist am allgemeinen Vernunftprinzip ausgerichtet

  32. Was ist das ökonomische Prinzip? Welche zwei Ausprägungen gibt es?

    Wirtschaftsbezogene Auslegung des Rationalprinzips Besagt, dass ein möglichst günstiges Verhältnis zwischen ökonomischen Einsatz- und Ergebnisgrößen anzustreben ist. Hängt vom verfügbaren Wissen und der Risikoneigung der betreffenden Personen / Unternehmen ab. Ausprägungen: Minimalprinzip Maximalprinzip

  33. Was ist das Maximalprinzip?

    mit verfügbaren Mitteln das bestmögliche Ergebnis erreichen

  34. Was ist das Minimalprinzip?

    Vorgegebenes Ergebnis mit geringstmöglichem Gütereinsatz erreichen

  35. Was ist Marktwirtschaft?

    Wirtschaftliche Kräfte haben, unter Beachtung gewisser staatlicher Regeln, keine Einschränkungen am Markt. Auf den Märkten kommt es zu einem Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage -> Ausgleich erfolgt über Preisbildung.

  36. Was ist Planwirtschaft?

    Planung und Koordinierung aller Wirtschaftsaktivitäten wird von einer zentralen Planungsinstanz vorgenommen. Dabei ist es schwierig, auf die Bedürfnisse der Wirtschaftssubjekte Rücksicht zu nehmen

  37. Was sind die Betriebsmerkmale nach Erich Gutenberg?

    Leistungserstellung erfolgt durch zielgerichtete Kombination von Produktionsfaktoren Jede Leistungserstellung unterliegt dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit (ökonomisches Prinzip) Prinzip des finanziellen Gleichgewichts

  38. Was sind Produktionsfaktoren?

    menschliche Arbeit Gebrauchsgüter Anlage- oder Vertriebsmittel Verbrauchsgüter Werkstoffe

  39. Was ist das Prinzip des finanziellen Gleichgewichts?

    Jeder Betrieb muss jederzeit in der Lage sein, seine fälligen Schulden ohne wesentliche Störung des Betriebsablaufes bezahlen zu können

  40. Was sind die Betriebsmerkmale bei Unternehmungen?

    Autonomieprinzip Möglichkeit der Selbstbestimmung des Wirtschaftsplanes Erwerbwirtschaftliches Prinzip Streben nach möglichst hohem Gewinn unter Beachtung des Marktrisikos, um auf Dauer bestehen zu können Alleinbestimmung Aufgrund des Prinzips des Privateigentums

  41. Was sind Betriebsmerkmale bei planwirtschaftlich organisierten Betrieben?

    Organprinzip Einbindung in einen zentralen (Volks-)Wirtschaftsplan, in dem die Art der Leistung und damit der Wirtschaftsplan für den Betrieb festgelegt ist Prinzip der Planerfüllung Streben nach bestmöglicher Erfüllung des Plans Mitbestimmung Prinzip des Gesamteigentums und daraus resultierende der Mitbestimmung der Mitglieder des Gemeinwesens

  42. Wo kommen planwirtschaftlich organisierte Betriebe in sozialen Marktwirtschaften vor? Wie nennt man sie dann auch?

    kommen als öffentliche Unternehmen bzw. öffentliche Verwaltung vor gewährleisten sachpolitisch erwünschte Zustände (Gesundheit, Bildung, Sicherheit) Auch genannt: Gewährleistungsbetriebe

  43. Wie können Non-Profit Organisationen nach Rechtsverhältnis unterteilt werden?

    staatliche NPO Verwaltungsbetriebe, öffentliche Unternehmen halbstaatliche NPO Kammern, SVA mit Pflichtmitgliedschaft, etc private NPO

  44. Wie können Non-Profit Organisationen nach Zweck unterteilt werden?

    karitative NPO Hilfsorganisationen, etc soziokulturlle NPO Vereine zur Förderung kultureller, sportlicher, gesellschaftlicher Interessen politische NPO Polit. Parteien, Gruppierungen, Bürgerinitiativen, etc

  45. Was ist der Dritte Sektor?

    NGOs Gewinnt an Bedeutung, als Korrektiv zu Staats- und Marktversagen Unterscheidung in: Fremdleistungs-NPO (karitative Hilfsorganisationen) Eigenleistungs-NPO (Kammern, ... )

  46. Was ist die erwerbswirtschaftliche Orientierung in der Zielsetzung von Unternehmen?

    Wirtschaftsprogramm wird aufgrund der gegebenen Marktsituation selbst bestimmt. Gewinnerzielung wird durch Ausnützung von Marktchancen angestrebt Leistungsprogramm ordnet sich den Möglichkeiten der Gewinnerzielung unter

  47. Was ist die bedarfswirtschaftliche Orientierung in der Zielsetzung von Unternehmen?

    Abdeckung des Bedarfs ist ausschlaggebend z.B.: Öffentliche Krankenhäuser Finanzielles Gleichgewicht ist zu beachten Gewinnerzielung ist aber nachrangig

  48. Was ist die förderwirtschaftliche Orientierung in der Zielsetzung von Unternehmen?

    Förderung der Mitgliederinteressen steht im Vordergrund z.B.: Genossenschaften Können wirtschaftlichen (Beschaffung/Absatz) oder außerwirtschaftlichen (z.B.: kulturelle Bildung) Bereich betreffen

  49. Was ist die privatwirtschaftliche Orientierung in der Zielsetzung von Unternehmen?

    Betrieb wird im Interesse des privaten Eigentümers tätig

  50. Was ist die gemeinwirtschaftliche Orientierung in der Zielsetzung von Unternehmen?

    Betrieb wird im öffentlichen Interesse oder im Interesse des Gemeinwesens tätig kann von Bund, Land, Gemeinde, ... ausgehen Es besteht Subsidiarität: Betriebe können mehrere Ziele verfolgen z.B.: Öffentliches Unternehmen kann auch Erwerbszwecke verfolgen

  51. Was sind die Betrachtungsebenen der betriebswirtschaftlichen Aufgaben?

    Erste Ebene: Beschaffung, Produktion, Absatz Zweite Ebene: Finanzierung, Investition, Logistik Dritte Ebene: Unternehmensführung, betriebswirtschaftliche Überwachung (Kontrolle und Revision), betriebliche Informationswirtschaft (Verwaltung)

  52. Was sind Beschaffung, Produktion und Absatz?

    Produktionsfaktoren werden auf Beschaffungsmärkten beschafft Diese sind Voraussetzung für die Produktion Erstellte Produkte werden auf dem Absatzmarkt abgesetzt

  53. Was ist das Marketing?

    Konzept der Unternehmensführung das alle betrieblichen Aktivitäten im Interesse der Erreichung des Unternehmensziels auf gegenwärtige und zukünftige Erfordernisse der Märkte ausrichtet

  54. Was ist das Ausgleichsgesetz der Planung?

    Beschränkte Beschaffungs- oder Produktionskapazitäten können kurz- bis mittelfristig eine andere Orientierung beim Absatz notwendig machen bedürfen langfristig aber eines Interessensausgleichs

  55. Was ist die Logistik?

    Betrifft den Material- und Produktionsfluss sowie inner- und außerbetriebliche Transportorganisation.

  56. Was ist die Finanzierung?

    Mittelaufbringung aus dem Wertschöpfungsprozess sowie von außen durch Bereitstellung von Eigen- und Fremdkapital.

  57. Was ist die Investition?

    Mittelverwendung

  58. Was sind die betrieblichen Aufgaben Forschung und Entwicklung?

    Unterscheidung zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung oft Kooperation zwischen privaten und staatlichen Einrichtungen

  59. Was ist die Unternehmensführung (Management)?

    Hat die Aufgabe der Steuerung und Lenkung eines Unternehmens Kernaufgaben: Planung Organisation (Planungsumsetzung durch Aufgabendelegation) und Kontrolle.

  60. Woraus besteht das Controlling?

    Aus der im Leistungsprozess eingebauten Kontrolle ( z.B.: Vier-Augen-Prinzip bei Überweisungen und der Revision (Prüfung)

  61. Welche Arten der Revision gibt es?

    Interne Revision Funktionsfähigkeit der Kontrollmaßnahmen wird geprüft und an die Unternehmensführung berichtet Externe Revision durch unabhängige Prüfer z.B.: Prüfung des Jahresabschlussberichts

  62. Was ist die Informationswirtschaft?

    Bindeglied zwischen Unternehmensführung und betrieblicher Umwelt Aufgaben Erfassung, Speicherung, Auswahl und Bereitstellung von betrieblichen Informationen

  63. Wei wird die BWL gegliedert?

    Allgemeine BWL Besondere BWL Funktionale BWL Sonderformen: Spezielle BWLs betriebswirtschaftliche Techniken

  64. Was ist die allgemeine BWL?

    Beschreibung und Erklärung von betrieblichen Sachverhalten die alle Betriebe betrifft unabhängig vom Wirtschaftszweig

  65. Was ist die besondere BWL?

    Hat besondere Problemstellungen zum Inhalt die sich nur in einzelnen Wirtschaftszweigen ergeben

  66. Was ist die funktionale BWL?

    Betrifft nur einzelne Betriebsabläufe z.B.: Unternehmensführung Personalmanagement ..

  67. Was ist spezielle BWLs?

    z.B.: BWL der KMUs Unternehmensgründung Betriebswirtschaftliche Steuerlehre ...

  68. Was sind betriebswirtschaftliche Techniken?

    bestimmte Techniken, die zum Gebiet der BWL gehören z.B.: Buchführungstechniken Finanzmathematik ...

  69. Wie können Betriebe gegliedert werden?

    Wirtschaftszweige Industrie, Handel, Gewerbe, ... Betriebsgröße problematisch, wegen verschiedener Kennzahlen (Umsatz, Mitarbeiteranzahl, ... ) Üblich: Kleinstunternehmer, KMU, Großunternehmen Art der Leistung Sachleistungsbetriebe (Rohstoffe oder materielle Güter Dienstleistungsbetriebe (immaterielle Leistungen) Vorherrschende Produktionsfaktoren Unterscheidung in: Arbeitsintensive Betriebe Betriebsmittelintensive (anlagenintensive) Betriebe Materialintensive Betriebe Kostenstruktur (Personal,…

  70. Was ist die Definition von System?

    Eine strukturierte Ganzheit die aus einzelnen Elementen besteht die eine bestimmte Eigenschaft aufweisen und zueinander in einer geordneten Beziehung stehen.

  71. Was ist ein Supersystem?

    Ein System, das aus Systemen besteht Jedes System kann Teil eines Supersystems sein

  72. Wie kann man Systeme Unterteilen?

    Gedankliche Systeme (mathematische Modelle) Reale Systeme natürliche Systeme (Biosphäre, Menschen, Tiere) künstliche Systeme (vom Menschen geschaffen: gesellschaftliche Organisation, Unternehmen)

  73. Welche Art von System sind Unternehmen?

    Künstliche Systeme, also reale Systeme

  74. Warum kann man Unternehmen als zweckorientierte Systeme sehen?

    Sie werden zu einem bestimmten Zweck eingerichtet der die Leitlinie des Handelns für das Unternehmen darstellt

  75. Was sind Sachziele? Wie werden sie weiter unterteilt?

    müssen für jedes Unternehmen gesondert bestimmt werden betrifft Art und Menge der produzierten Leistungen sowie die dafür benötigten Ressourcen, etc. Weitere Unterteilung in Ressourcenziele Leistungsziele Wirkungsziele

  76. Was sind Formalziele?

    Grundlegende Prinzipien, die für alle Unternehmen in gleicher Weise gelten Oberstes Ziel: Langfristige Sicherung der Existenz des Unternehmens Weitere Unterziele: Liquidität Produktivität Wirtschaftlichkeit Erfolg = Rentabilität

  77. Was ist der Erfolgsbegriff für erwerbswirtschaftliche Unternehmen?

    Erfolgreich, wenn sie Gewinne erwirtschaften welche dem Eigentümer ausgeschüttet werden Sachziele werden den Rentabilitätszielen untergeordnet Leistungen der Unternehmens werden nur insoweit erzeugt, als dies mit den Gewinnzielen übereinstimmt

  78. Was ist der Erfolgsbegriff für bedarfswirtschaftliche Unternehmen?

    Unmittelbare Erfüllung ihrer Ziele (aus Satzung, Leistungsauftrag, Gesetzesauftrag) steht im Vordergrund Leistung wird solange produziert, wie Bedarf besteht Leistungen oft kostenlos oder nicht kostendeckend Verluste müssen durch Dritte (Spender, Staat, .. ) ausgeglichen werden Gewinn sind möglich, dürfen aber idR nicht an Eigentümer ausgeschüttet werden

  79. Warum kann man Unternehmen als offene Systeme sehen?

    Unternehmen sind in die Umwelt eingebettet -> interagieren mit Umwelt Haben positive z.B.: Landschaftspflege durch Forstwirtschaft und negative Effekte z.B.: Umweltschädigung durch Industrie

  80. Was sind Stakeholder?

    Bezugsgruppen die auf die Tätigkeit des Unternehmens Einfluss haben oder durch die Tätigkeit des Unternehmens beeinflusst werden z.B.: Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden, ...

  81. Was sind Märkte? Was sind ihre Merkmale und deren Folge?

    Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage Merkmale: Konsumentensouveränität, Zwang zur Gewinnerzielung und Konkurrenzverhalten begründet somit Anreiz zur ständigen Leistungsverbesserung

  82. Warum/Wie kann man Unternehmen als produktive Systeme sehen?

    Produktivität des Unternehmens drückt sich in Wertschöpfung aus

  83. Warum kann man Unternehmen als komplexe dynamische Systeme sehen?

    Leistungserbringung erfolgt idR arbeitsteilig genaue Koordination der Handlungen notwendig Um langfristig Bestand zu haben, muss das Unternehmen flexibel und Anpassungsfähig im Hinblick auf Veränderungen sein

  84. Warum kann man Unternehmen als soziale Systeme sehen?

    Unterschiedliche Menschen arbeiten im Unternehmen zusammen um das Unternehmensziel zu erreichen Diese haben unterschiedliche Bedürfnisse, Motive, und Erwartungen an das Unternehmen und besitzen selbst unterschiedliche Fähigkeiten

  85. Was ist die Anreiz-Beitrag-Theorie?

    Unternehmen müssen sich an Personen binden, damit koordiniertes Handeln möglich ist Nach dieser Theorie müssen Organisationen ihren Mitgliedern positive Anreize bieten damit sie im Gegenzug für die Organisation gewünschte Beiträge erbringen

  86. Was ist die extrinsische Motivation?

    Anreize für ein bestimmtes, der Organisation dienliches Verhalten, liegen außerhalb der Tätigkeit z.B.: Gehalt, Macht, ...

  87. Was ist die intrinsische Motivation?

    Belohnung liegt in der Tätigkeit selbst

  88. Wie verhalten sich individuelle Bedürfnisse der Mitarbeiter in Bezug auf Gruppenbedürfnisse?

    Individuelle Bedürfnisse werden zum Teil von Gruppenbedürfnissen überlagert

  89. Welche zwei Arten der Kommunikation werden Unterschieden?

    formelle Kommunikation durch Aufbauorganisation vorgegebene Kommunikationswege informelle Kommunikation z.B. soziale Kontakte über Abteilungsgrenzen hinaus

  90. Was sind interne Koalitionspartner?

    Top Management Bereichsleitung Spezialisten Belegschaft

  91. Was sind externe Koalitionspartner?

    Eigenkapitalgeber Fremdkapitalgeber Kunden Regulatorische Gruppen (Staat, Gewerkschaften, ... )

  92. Was ist der Umsatzprozess / Wertekreislauf?

    Geldmittel werden benötigt, um auf Beschaffungs- und Arbeitsmärkten die einzusetzenden Produktionsfaktoren zu beschaffen durch den Absatz der Produkte fließen wieder Geldmittel zurück in das Unternehmen

  93. Was ist das Vermögen?

    Gesamheit aller materiellen (Grundstücke, Maschinen, ... ) und imatteriellen (Beteiligungen, Rechte, ... ) Vermögensgegenstände des Unternehmens Zeigt an, wie da konkrete Kapital des Unternehmens verwendet wurde

  94. Wie wir das Unternehmen mit Vermögen ausgestattet?

    Anteileigner Einzahlung von Bareinlagen für den An/Verkauf von Vermögen Direkte Einbringung von Vermögensgegenständen (Sacheinlagen) Verzicht auf Gewinnausschüttung Fremdkapitalgeber Kredite zur Anmietung oder Anschaffung von Vermögen

  95. Was ist das Kapital?

    Wertmäßiger Ausdruck für die gesamten Sach- und Finanzmittel die einem Unternehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Verfügung stehen

  96. Was erwarten die Kapitalgeber als Gegenleistung für die Bereitstellung von Kapital?

    Anteilseigner Gewinnausschüttung bzw Kapitalrückzahlung Liquidationserlös bei Unternehmensauflösung Kreditgeber Zinszahlung Kredittilgung

  97. Aus welchen Strömen besteht der Umsatzprozess / Wertekreislauf?

    Güterstrom Geldstrom Informationsstrom

  98. Was ist der Güterstrom?

    Produktionsfaktoren werden auf Beschaffungsmärkten erworben, zur Leistung kombiniert und dann auf den Absatzmärkten angeboten.

  99. Was ist der Geldstrom?

    Beschaffung der Produktionsfaktoren schafft Ausgaben, der Verkauf der Leistung wiederum Einnahmen. Dabei entsteht ein Zwischenfinanzierungsbedarf Staat beeinflusst Geldstrom durch Einhebung von Steuern bzw. Ausgabe von Subventionen

  100. Was ist der Informationsstrom?

    Güter + Geldströme sind von Informationen begleitet die der Dokumentation dienen und Grundlage für Planung und damit verbundene Führungsentscheidungen sind