Allgemeine Psychologie - Vertiefung
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Sitzung 01 - Testing Effect Cues: Theorie: Mehrspeichermodell Studie: Roediger & Karpicke Lernen von Passagen eines Lehrbuchs Theoretische Erklärung: Retrieval- und Storagestrength Beispiel-Verweis zur New Disuse Theory Generalisierbarkeit, Formen Anwendbarkeit
Der Testing Effect (Folien 01.pdf) Theoriefragment: Mehrspeichermodell siehe ALLG1 Notizen bei "Weiteres" ----> Sensorisches Gedächtnis : "Kurz die Tür aufmachen, Hineinblicken, Tür wieder schließen. Im Nachhinein nur paar Sekunden Zeit, um Aufmerksamkeit auf Objekte zu lenken und sie explizit nachträglich wahrzunehmen" Arbeitsgedächtnis: "wie ein zu kleiner Schreibtisch, wo dauernd Dinge wieder runterfallen, wenn man sie nicht festhält" und "immer wieder kommt die Reinigungskraft vorbei und ma…
Sitzung 01 - Abstimmungssysteme Cues: Clicker, Audience Response Systeme (ARS) Studie: Hunsu, Adesope & Bayly, 2016, Metaanalyse 4 Mögliche Erklärungen
Abstimmungssysteme (Folien 04.pdf) = Clicker, Audience Response Systeme (ARS), ... Dozent stellt Frage (z.B. Multiple Choice Frage) Teilnehmende beantworten die Frage anonym mithilfe mobiler Geräte Präsentation und ggf. Besprechung summierter Antworten Mögliche Variation: Abstimmung mittels mobiler Endgeräte der Studierenden vs. mittels Klickern. (Klicker: werden in Veranstaltung verteilt und wieder eingesammelt) Hunsu, Adesope & Bayly, 2016, Metaanalyse Effektgrößen schwach bis gering, siehe u…
Sitzung 01 - Verteiltes Lernen Cues: Bahrick 1979, Englisch-Spanisch Vokabeln Spacing Effekt Erklärung Enk., Kons., Ret., Dis., NRS Tipps fürs Lernen Generalisierbarkeit, Inhaltstypen Diskussion zur praktischen Anwendung (Workshop)
Verteiltes Lernen (Folien 05.pdf) Lernen auf unterschiedliche Gelegenheiten zu verteilen (distributed), führt zu besserem Langzeitbehalten als Lernen auf eine oder wenige Lerngelegenheiten zu konzentieren (massed) Bahrick 1979 ---------> siehe Studie rechts Englisch-Spanisch Vokabeln Lernen Drop-out Testing : Englisch gegeben u. spanisch gesucht Bei korrekter Antwort: keine weitere Abfrage Bei falscher Antwort: Feedback und erneute Abfrage Ende: so lange bis jede Vokabel einmal korrekt UV: Zeit…
Sitzung 02 - New Disuse Theory Cues: Zentrale Punkte Storage Strength Retrieval Strength Weitere Notizen Rückbezug zu Massed Learning und Spacing Effekte von Abruf vs. Lernen auf Storage und Retrieval Implikationen Storage versus Retrieval von Items Retrieval Practice
New Disuse Theorie (Bjork & Bjork 1992) (als Überarbeitung von Thorndikes "Law of Disuse" (Decay/Spurenzerfall Theorie)) Zentral: Storage- und Retrievalstrength und deren Interaktion ! Storage Strength (Siehe Bild): Akkumuliert sich, monotone Funktion von Lern- und Abrufgelegenheiten eines Items Wachstumsfunktion negativ beschleunigt: Zunahme niedriger bei höherer aktueller storage strength Zunahme an storage strength größer bei geringerer aktueller Retrieval Strength! → Retrieval Effort Hypoth…
Sitzung 03 - Der Text-Bild-Effekt Cues: Experiment Mayer 1989 Ex1, Ex2 Bezug zum Arbeitsgedächtnismodell Baddeley Beispiel:
Der Text-Bild-Effekt (Mayer 1989) Experiment 1 (siehe Bild): Bedingungen der UV = Text Text + Bild (inklusive Erklärungen) AVs = Abruf: % korrekt wiedergebener „idea units“ (recall) Erklärend und sonstiges Transfer: % korrekte benutzter „idea units“ (transfer) Wiedererkennen: % korrekt wiedererkannter Sätze Ergebnisse: Signifikante* Unterschiede: "Explanative Recall" MIT Abbildungen (Gruppe 1) gelingt BESSER "Problem Solving Transfer" MIT Abbildungen (Gruppe 1) gelingt BESSER Experiment 2 (Sieh…
Sitzung 04 - Studie Lantz&Stanislawski ('14), Clicker Feedback & Timing Cues: Theorie Konstr.., Gener.. Experimentelles Design Ergebnisse Bedeutung Diskussion
Theorie: Konstruktivistischer Ansatz für Gedächtnis und Lernen ist ein Informationsverarbeitungsansatz: Lernende müssen aktiv neue Informationen im Gedächtnis aufnehmen Passives Wissen kann nicht aufgenommen werden Neues Wissen wird mit bestehendem Wissen verknüpft Problematisch ist die falsche Verknüpfung von Informationen Generierungseffekt: tritt auf, wenn vom Lernenden eine Antwort generiert wird, und wenn Lernende nach ihrer Antwort direkt eine Rückmeldung erhalten tritt auch auf, wenn fal…
Sitzung 04 - Studie Mayer Clickers in college classrooms Fostering learning Cues: Thema Vorgehensweise Ergebnis Methode Diskussion Methodische Bedeutung Hauptkritik Kritik
THEMA Wie kann man die Interaktion zwischen Studierenden und Dozenten in einer großen Vorlesung fördern? VORGEHENSWEISE Ein Ansatz ist die Verwendung eines persönlichen Antwortsystems (oder "Clickers"), bei dem der Dozent Multiple-Choice-Fragen stellt und die Studierenden eine Taste auf einer Fernbedienung drücken. Ihre Antworten werden auf einen Bildschirm projiziert. Anschließend sehen sie die Verteilung der Antworten in der Klasse auf dem Bildschirm und diskutieren die Überlegungen, die zur…
Sitzung 04 - Cognitive Theory of Multimedia Learning Cues: 4 Assumptions + 5 kognitive Prozesse S,O,I 2 Voraussetzungen für den Text-Bild-Effekt Generalisierbarkeit Einschränkungen
Cognitive Theory of Multimedia Learning 1. Dual-Channel Assumption: Zwei voneinander getrennte Sinneskanäle Visuelle/bildhafte Informationen Auditive/verbale Informationen Ziel: Aktivierung beider Kanäle der Informationsverarbeitung 2. Limited Capacity Assumption "Beide Kanäle haben begrenztes Fassungsvermögen" Begrenzte Kapazität des Arbeitsgedächtnisses insgesamt Begrenzte Kapazität für beide Subsysteme/Modalitäten Ziel: Lernende kognitiv nicht überlasten 3. Drei Gedächtnissysteme angenommen…
Sitzung 05 - Fortsetzung Multimedia Learning Cues: Voraussetzungen 3 instruktionale Ziele Minimierung externale Prozesse 5 Prinzipien: Ko,Si,Red.,R.Ko.,Z,Ko. Managen essentieller Prozesse Fördern generativer Prozesse
Fortsetzung Multimedia Learning Voraussetzungen: Informationsgehalte beider Quellen erklären und ergänzen einander (Fast) immer der Fall: Zwei verschiedene Repräsentationsformate Drei instruktionale Ziele beim Lernen mit Multimedia Minimierung externaler Prozesse Kohärenzprinzip Irrelevantes Material lenkt Aufmerksamkeit von wichtigem ab (=Seductive Detail Effect) Grund: Konkurrenz um kognitive Ressourcen Wichtig bei geringem Vorwissen und geringer AG-Kapazität Signaling Prinzip Hervorheben ess…
Sitzung 05 - Studie Mayer&Mereno - Maximizing Constructivist Learning from Multimedia by Minimizing Cognitive Load 1999 Cues: Theorie 3 zu berücksichtigende CTOMM Prinzipien Design Ergebnisse Bedeutung Diskussion
Mayer&Mereno - Maximizing Constructivist Learning from Multimedia by Minimizing Cognitive Load 1999 Mayer & Moreno 1999 Theorie ◦ Gestaltungsprinzipien nutzen, die verbale und visuelle Informationen zu einer mentalen Repräsentation zu verbinden -> konstruktivistisches Lernen ◦ Die Prinzipien sollen folgende Punkte berücksichtigen ▪ a) Duale Enkodierung ▪ b) Begrenzte Kapazität ▪ c) generatives Lernen Ergebnisse ◦ Signifikanter Unterschied: Die Gruppen mit gleichzeitiger Darbietung, sowie den ku…
Sitzung 05 - Spanjers Segmentierungseffekt Cues: Einführung Annahmen Studiendesign Verfahren Ergebnisse
Segmentierungseffekt • Effekt der Pausen beim Lernen aus Animationen Einführung • Das Arbeitsgedächtnis der Lernenden ist in seiner Kapazität und Dauer begrenzt (Baddeley, 2003; Barrouillet & Camos, 2007) • Nach der Theorie der kognitiven Belastung (Sweller, van Merriënboer, & Paas, 1998) sollten die Einschränkungen des Arbeitsgedächtnisses bei der Gestaltung von Lehrmaterial berücksichtigt werden, damit dieses Material lernwirksam ist. • Die gesamte kognitive Belastung, die durch komplexe Anim…
Sitzung 05 - Motivationale Trainings - Einführung Cues: Rahmenmodell der Motivationspsychologie Erlernte Hilflosigkeit (Seligman) "naiv"-psychologische Ursachen für Erfolg und Misserfolg (Weiner) Attributionsdimensionen (Abramson,Seligman,Teasdale) Zusammenfassung Depressive Verstimmung je nach Attribution (Klausur) Attribution und Erfolgserwartung bei Misserfolgsserie
Rahmenmodell der Motivationspsychologie 1) Motivation, besteht aus Anreiz (Situation) verweist auf affektiv (Gefühle) besetzte Zielzustände Motiv (in Person begründet) Macht Anschluss Leistung Erfolg Misserfolg (2) Intention) (3) Handeln) (4) Ergebnis) Erfolgsmotiviert Präferenz, sich als kompetent und tüchtig zu erleben (Stolz) Misserfolgsmotiviert Präferenz, sich nicht als inkompetent und untüchtig zu erleben (Scham) Weiner 1971: "naiv"-psychologische Ursachen für Erfolg und Misserfolg 2x2 De…
Sitzung 06 - Kovarationsmodell nach Kelley Cues 3 Ursachen auf die man attribuieren könnte 3 Klassen von Kovariationsinformationen Beispiel: KVB Molester
Das Kovariationsmodell von Kelley Von der Klassifikation (Weiner, Abramson, ...) zur Untersuchung der Ursachen Attribuierungsprozessen: Man sammelt Informationen, über die handelnden Personen, den Kontext / Situationen und Stimulus / Zielobjekt/Entität Annahme: Wir würden kausale Attributionen auf logische, rationale Art & Weise vornehmen Unterscheidung von 3 Klassen von Kovariationsinformationen, KKD: 1. Konsensus (Übereinkunft): Verhalten sich auch andere Personen so wie die Frau/der Mann? 2.…
Sitzung 06 - Reattribution Ziegler&Heller 1998 Cues Theoretischer Hintergrund a) Förderung von.. b) Ungünstige Attribution.. Voraussetzungen von a) und b) Treatment Studiendesign 2 UVs mehrere AVs Motivational günstiges Feedback
Reattribution Ziegler & Heller (1998): Theoretischer Hintergrund Direkte Rückmeldung: Vier-Felder-Tafel von Weiner + Indirekte Rückmeldung: Kovariation nach Kelley a) Motivational günstige Attribution zu fördern, wenn bspw. die Person ihre eigene Handlungskompetenz unterschätzt b) Ungünstige Attribution verhindern, u.A.: Erfolg Wahrer Grund: Anstrengung; Attribuiert: Extern (z.b. Gnade) Wahrer Grund: Zufall (Glück); Attribuiert: Fähigkeiten Misserfolg Wahrer Grund: external, Zufall; Attribuiert…
Sitzung 07 Das Selbstbewertungsmodell (Heckhausen, 1972) Leistungsmotivation & das Risikowahlmodell (Atkinson, 1957) Leistungsmotivation - Schlussfolgerungen
Das Selbstbewertungsmodell (Heckhausen, 1972) --> Erfolgszuversichtliche und misserfolgsvermeidende Motivausprägungen des Leistungsmotivs als sich selbst stabilisierende Systeme Leistungsmotiv besteht aus 3 Teilprozessen Zielsetzung/Anspruchsniveau Kausalattributionen Selbstbewertungsemotionen ==> wirken zusammen & stabilisieren das Erfolgsmotiv/Misserfolgsmotiv Leistungsmotivation & das Risikowahlmodell (Atkinson, 1957) zählt zu Erwartung-Wert-Theorien Motivationsmodell; dient der Analyse und…
Sitzung 07 Leistungsverläufe & Ursachenzuschreibung Bezugsnormen & Ursachenzuschreibung (Eike, 1978)
Leistungsverläufe & Ursachenzuschreibung Bezugsnormen Soziale Bezugsnorm Leistungsbewertung unter Berücksichtigung Mittelwert & Variabilität der Leistungen in Lerngruppe Leistungsniveauunterschiede fallen ins Auge Individuelle Bezugsnorm Leistungsbewertung basiert auf bisher gezeigten Leistungen des einzelnen Lernenden Leistungsentwicklung fällt ins Auge Sachliche Bezugsnorm Bewertung der Leistung basiert auf inhaltlich verankertem Leistungsstandard Bezugsnormen & Ursachenzuschreibung (Eike, 19…
Sitzung 08 - schriftliches Motivationstraining Krampen (1985) Cues Ziel Ablauf UVs und AVs Interaktionshypothese Zusammenfassung
Krampen (1985) Ziel: Prüfung von Effekten verschiedener Arten schriftlicher Lehrerkommentare ergänzend zu Mathenoten Ablauf: 4 Kommentarbedingungen: individuell sachlich sozial kein Kommentar 13 Realschulklassen 385 Schüler 190 Mädchen 195 Jungen Untersuchungzeitraum: 1 Schuljahr (1982/1983) jeder Lehrer nur eine Kommentierungsart (zuvor kommentierte keiner der Lehrer) UV: Art des Kommentars Leistungsstand zu t1 (Beginn d. Schuljahres) AV: Verbesserungserwartung Zeugnisnote Interaktionshypothes…
Sitzung 08 - Kognitives Training Cues: Kognitives Training allgemein klassisch vs. kognitiv "Entfernung" Varianz Studie: Jaeggi, Buschkuehl, Jonides & Perrig (2008) AG-Fähigkeiten Aufbau Ergebnisse Umstrittene Punkte Replikationsstudie Jaeggi, Studer-Luethi et al. (2010)
Kognitives Training wdh. Übung geistiger Fähigkeiten/Aktivitäten statisch (keine Änderung) o. adaptiv (Anforderung steigt mit Steigerung d. Leistung) Ziel: Leistungsverbesserung in kognitiven Aufgaben klassisch = prozedurales Wissen (Tennis spielen, Rad fahren, Addieren, ..) kognitiv = kognitive Fertigkeiten/Fähigkeiten/Strategien in breitem Anwendungsfeld Allgemeine Annahme: Aufgaben, die zum Testen psychologischer Funktion geeignet sind, sind ebenfalls geeignet um die Funktion zu trainieren (…
Sitzung 08 - Trainingseffekte Cues: Mnemotechniken Analytisches Vorgehen Wer profitiert? Studie: Training der Methode der Orte (Nyberg et al. 2003) Wer profitiert? Nachhaltigkeit? Zeitlicher Verlauf Kriterien der Trainingsevaluation Kontrolle von Artefakten Klassische Artefakte
Mnemotechniken Definition: Lern- und Behaltenstechniken, die das Erinnerungsvermögens erleichtern; umgangssprachlich: Eselsbrücken. Informationen können besonders gut erinnert werden, wenn sie mit bedeutungshaltigen Interpretationen belegt werden, d.h., wenn einzelne Elemente sinnvoll miteinander verbunden werden können. es gibt verschiedene Techniken; hier: Methode der Orte: Die zu lernenden Objekte, z.B. die Wünsche auf einer Einkaufsliste, werden mit einer Abfolge bekannter Orte (z.B. auf de…
Sitzung 08 - Training der vis. Aufmerksamkeit Cues: Green & Bavelier, 2003 Target detektieren, Ausdehnung des vis.... Ablenkung durch Dis.. Moderation des Distraktoreffekts Resumé Wiederholung Lassen sich kognitive Fähigkeiten unendlich durch Trainings steigern? Was ist der Unterschied zwischen einer aktiven und einer passiven Kontrollgruppe bei einem kognitiven Training? Lässt sich die visuelle Aufmerksamkeit trainieren?
Trainieren PC-Spiele die visuelle Aufmerksamkeit? (Green & Bavelier, 2003) Action Video Games Spieler von: GTA 3, Half-Life, Counter-Strike, Cary-Taxi, Spider-Man, Medal of Honor Players vs. non-Player Ausdehnung des visuellen Gesichtsfeldes - Aufgabe: Targets detektieren (siehe Abb. rechts) Ablenkung durch Distraktoren Attentional Blink (Experiment 5) ein 2. Target welches kurz nach dem 1. kommt (200-500 ms) wird oft verpasst Action video game modifies visual selective attention --> zum Experi…
Sitzung 09 - Lernspiele und Gamification Cues: Vorüberlegungen (Ohler 2000) Negativbeispiel für Gamification (Hanus, Fox (2014)) Lernspiele Definition (Wouters et al. 2013) Positivbeispiel Habgood & Ainsworth (2011) Metaanalyse (Wouters et al. 2013) Gründe für positive und negative Effekte Gefahr pauschaler Vergleiche und alternative Forschungsfragen (Rey, 2009)
Vorüberlegungen zu Lernspielen Ohler (2000) Beim Rahmung als Computerstrategiespiel statt Problemlöseaufgabe höhere Strategienvielfalt Funktion des Spielens: systematische Genese von Verhaltensvarianten Funktion des Spielens ist nicht Erwerb deklarativen Wissens, expliziten Wissens über Sachverhalte und auch nicht der Erwerb von prozeduralem Wissen im engeren Sinne letztes beides (explizites Wissen über Sachverhalte, Erwerb von prozeduralem Wissen) ist Hauptzweck des Lernens beim Menschen Spiel…
Sitzung 09 - Interkulturelle Psychologie und holistische Verarbeitung Cues Featurebasiert vs. Holistic Priming: Kühnen & Oyserman (2002) Independant vs. Interdependant Der Gesichts-Inversions-Effekt Greebles -> Expertise?
Interkulturelle Unterschiede Europa "Analytic" (featurebasiert) stance Kategorisierung von Objekten basierend auf ihren Attributen featurebasierte Verarbeitung "analytic" ist eher positiv bewertend, hier featurebasiert ggf. passender = analytische Verarbeitung: die Wahmehmung und Verarbeitung baut auf den Teilinformationen eines Objekts auf Ursprung Griechenland: keine großflächige Landwirtschaft möglich individualistische Orientierung (losere, unverbindlichere soziale Bindungen in den Kulturen…
Sitzung 10 - "Bessere Gedächtnisleistung für holistisch verarbeitete Stimuli" (Wilford & Wells 2010) Cues: Change Detection vs. Change Localizatioon Effekte Mögliche Erklärungen Mathis & Kahan (2014) Formen Veränderungsblindheit Masuda & Nisbett (2006) Focus Point vs. Context Golby et al. (2001) Gesichert, fMRT
Frage: Bessere Gedächtnisleistung für holistisch verarbeitete Stimuli? Wilford & Wells (2010) Change detection vs. Change localization change detection = Änderungserkennung change localization = Änderungslokalisierung Effekte im Experiment von Wilford & Wells Gesichter vs. Häuser Aufrecht vs. Invertiert inverted faces schlechteste change detection, dafür etwas bessere change localization inverted houses schlechtere change detection, etwas bessere change localization upright houses schlechtere c…
Sitzung 10 - Sprache und Denken Cues: Aufmerksamkeit Dichotisches Hören, Shadowing Selektionszeitpunkt Salienz, Cocktailpartyeffekt Segmentierung
Grundüberlegungen Der Cocktail-Party-Effekt bei salienten Sprachreizen menschliches Informationsverarbeitungskonzept hat begrenzte Kapazität Aufmerksamkeit = Bezeichnet einen Zustand konzentrierter Bewusstheit, begleitet von einer Bereitschaft des zentralen Nervensystems, Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. Verarbeitung von Sprachreizen beim dichotischen Hören die auditive Aufmerksamkeit wird häufig über Aufgaben zum dichotischen Hören getestet (dich-ot-isch von griechisch δίχα, entzw…
Sitzung 10 - Leseforschung & Semantische Netzwerke Cues: Worte als Grobstruktur Leseforschung zu jumbled Words Grundüberlegungen zu semantischen Netzwerken Netzwerktheorie von Collins & Quillian (1969) Verifikationszeit Propositionen Aktivationsausbreitung Probleme der Netzwerktheorie
Beim Lesen werden Worte direkt als Grobstruktur erkannt Brief kursiert, angegeben dass dieser aus einer Forschung in Cambridge stamme, dem war nicht so Statement: es gebe zwar einige Variationen von Sätze mit vertauschten Buchstaben die relativ gut lesbar sind, allerdings sind es manche andere Variationen nicht und es fallen im Allgemeinen immer Kosten an verbunden mit dem Lesen von Wörtern mit transponierten Buchstaben. Leseforschung Blickbewegungsmessung als zentrale Methode der Leseforschung…
Sitzung 10 - Was ist Sprache? Cues Können wir ohne Sprache denken? Signale Bestandteile der Sprache PhoMoGra Verstehen von gesprochener Sprache McGurk-Effekt (1976) Verstehen von geschriebener Sprache Zwei-Wege-Modell Coulthart (1978) Unsinnige Sätze im EEG Holzweg-Modell Zwei autonome Stufen Einschränkungsmodelle
Können wir ohne Sprache denken? = Sprache ist die Fähigkeit, Ideen durch eine komplexe Abfolge von Zeichen oder Signalen zu kommunizieren Signale können aus ... bestehen Lauten (gesprochene Sprache oder Töne beim Morsen) Buchstaben (geschriebene Sprache) Gestik oder Mimik (Gebärdensprache) Licht (Blinker beim Morsen) Gebärdensprachen: Es gibt über 100 Gebärdensprachen wie z.B. die deutsche Gebärdensprache oder die American Sign Language Sprache basiert auf universellen Strukturen, findet sich i…
Sitzung 10 - Konzeptualisierung Cues Konzeptualisieren -> ________ -> _________ Versprecher Denken & Sprache Spracherwerb Chomsky Hirnbereiche Sprachkompetenz ACT Theorie
Von der Konzeptualisierung bis zur Artikulation Konzeptualisieren nichtsprachlicher Prozess Ausgangspunkt: intendierte Botschaft Rückgriff auf (vorsprachliche) lexikalische Konzepte im Langzeitgedächtnis (Bedeutung, Wortraum) verwandte lexikalische Konzepte können sich ggs. aktivieren (vgl. Versprecher) Überführung der Konzepte in Arbeitsgedächtnis Formulieren sprachlicher Prozess erstellen syntaktischer Struktur; Einheiten dieser Struktur in lautliche Form bringen d.h. Überführung in Wörter Ar…
Sitzung 10 - Sprache & Intelligenz & Muttersprache Cues: Thurstone: 7 Primärfaktoren der Intelligenz 3 inhaltliche Fähigkeiten 4 operative Fähigkeiten 5 Axiome der Kommunikation nach Watzlawick MKNNK ... Sprache als menschliche Fähigkeit Tiere und Sprache Yerkisch Roboter & Sprache Entstehung der Sprache Keine Monogenese sondern ... Verortung der Sprache Muttersprache, Zweisprache und Bilinguismus Implizites Lernen von Sprache
Sprache & Intelligenz Die spezifischen Fähigkeiten, zu denen nach der Theorie der sieben Primärfaktoren nach Thurstone verbale Fähigkeiten gehören, fassen in ihrer Gesamtheit die allgemeine Intelligenz. Inwiefern bei der Erbringung kognitiver Leistungen von trennbaren Primärfaktoren oder von einem gFactor (im Sinne von Spearman) gesprochen werden kann, ist nach wie vor strittig. Bei Intelligenztestbatterien ergeben sich für jede getestete Person Kennwerte für die verwendeten Untertests, die vie…
Sitzung 11 - Priming Cues: Priming: Definition, Durchführung, _____ Effekt Short Term Priming Priming Arten Long Term Priming S-R, S-S Response Priming Konfundierung bei Fazio et al. (1989): Semantisches Priming Spreading Activation Theory Parallelverteilte Modelle Vergleich S-R Long Term vs ... Subliminale Primes
Priming Priming in der Sprachforschung to prime = jmnd. vorher informieren Definition: "Unter Priming versteht man in der Psychologie, dass die Reaktionszeit (oder Fehler, Identifikationskarte) auf den VPN reagieren soll, durch einen vorangegangenen Stimulus (Vor- bzw. Bahnungsreiz, prime) beeinflusst wird." Prime: kurz dargeboten, Teilnehmer reagieren nicht drauf Target: erscheint (meist) danach, erfordert Reaktion Prime & Target können auch gleichzeitig präsentiert werden Durchgänge verwandte…
Sitzung 12 - Embodiment und die ökologische Perspektive Cues: Embodiment die alte Sicht Vorläufer Optisches Fließen Den optischen Fluss als "Nudge" nutzen
Embodiment Die alte Sicht in Kognitionswissenschaften Kognition wurden lange als Verarbeitung abstrakter Repräsentationen verstanden Wahrnehmung (Input) & Motorik (Output) wurden lange nicht als relevant für Verständnis "zentraler" oder "höherer" kogntitiver Prozesse betrachtet alte Annahme: sensorische & motorische Codes können nicht miteinander kommunizieren kognitive Prozesse müssen vermitteln Inhalte kognitiver Prozesse zunächst als Amodal (Fehlen/Abweichen von den für Modalität einer Sinne…