RPhil MC

100 flashcards · Law · by Klaus Voraberger

  1. Im Gesellschaftsvertrag von John Locke a. verzichten die Individuen auf ihre Freiheitsrechte zugunsten ihrer vom Staat garantierten Sicherheit. b. wird vereinbart, dass der Staat die Freiheitsrechte der Individuen treuhänderisch beschützt. c. werden zwei zentrale Prinzipien der Gerechtigkeit vereinbart.

    b. wird vereinbart, dass der Staat die Freiheitsrechte der Individuen treuhänderisch beschützt.

  2. Im Gesellschaftsvertrag von John Rawls a. verzichten die Individuen auf ihre Freiheitsrechte zugunsten ihrer vom Staat garantierten Sicherheit. b. Werden zwei zentrale Prinzipien der Gerechtigkeit vereinbart. c. entäußern sich die Individuen ihrer Partikularinteressen zugunsten eines Gemeinwillens.

    b. Werden zwei zentrale Prinzipien der Gerechtigkeit vereinbart.

  3. John Finnis stellt in seiner Rechtskonzeption ab auf: a. Capabilities b. Rule of law c. Basic values

    c. Basic values

  4. Eine Rechtsordnung zeichnet sich aus durch a. Normativität und Faktizität. b. Normativität. c. Normativität, logische Systematizität, Faktizität.

    c. Normativität, logische Systematizität, Faktizität.

  5. Die vier Grundprinzipien: Universalistisches Prinzip, Hedonistisches Prinzip, Nutzenprinzip und Folgenprinzip sind kennzeichnend für die/den… a. Utilitarismus b. Deontologie c. Essentialismus

    a. Utilitarismus

  6. Entsprechend der Machttheorie gilt a. „veritas, non auctoritas facit legem.” b. „auctoritas, non veritas facit legem.” c. „in dubio pro libertate.“

    b. „auctoritas, non veritas facit legem.”

  7. Welcher Philosoph entwickelte die Konzeption, die zwischen drei stufenförmig absteigenden Normsphären, die lex aeterna, die lex naturalis und die lex humana, unterscheidet? a. Thomas v. Aquin b. Aristoteles c. Platon

    a. Thomas v. Aquin

  8. Ronald Dworkin formuliert: a. „Ein Prinzip ist ein Rechtsprinzip, wenn es in der treffendsten Rechtstheorie, die sich als Rechtfertigung der expliziten festen und institutionellen Regeln der betreffenden Rechtsprechung angeben lässt, eine Rolle spielt.“ b. „Der Positivismus hat … mit seiner Überzeugung, ‚Gesetz ist Gesetz‘ den deutschen Juristenstand wehrlos gemacht gegen Gesetze willkürlichen und verbrecherischen Inhalts.“ c. „Das Recht ist also der Inbegriff der Bedingungen, unter denen die W…

    a. „Ein Prinzip ist ein Rechtsprinzip, wenn es in der treffendsten Rechtstheorie, die sich als Rechtfertigung der expliziten festen und institutionellen Regeln der betreffenden Rechtsprechung angeben lässt, eine Rolle spielt.“

  9. Eine rechtspositivistische Theorie zeichnet sich dadurch aus, a. dass sie die Geltung des Rechts von der faktischen (positiven) Anerkennung durch die Rechtsunterworfenen abhängig macht. b. dass sie die Geltung des Rechts unabhängig von seiner Übereinstimmung mit moralischen Normen annimmt. c. dass sie die Geltung des Rechts von einem herrschaftsfreien Diskurs abhängig macht.

    b. dass sie die Geltung des Rechts unabhängig von seiner Übereinstimmung mit moralischen Normen annimmt.

  10. Immanuel Kant sieht die Aufgabe des Rechts darin, a. Moralität und Legalität zu erzwingen. b. Moralität zu erzwingen. c. Legalität zu erzwingen.

    c. Legalität zu erzwingen.

  11. „Billigkeit“ a. ist eine Schmälerung des Werts einer Ware. b. ist eine willkürliche Auffassung von Gerechtigkeit. c. ist Ausdruck einer Einzelfallgerechtigkeit.

    c. ist Ausdruck einer Einzelfallgerechtigkeit.

  12. Nach John Rawls zeichnen sich Gesellschaft und Staat des politischen Liberalismus durch zwei Merkmale aus: a. Öffentlicher Vernunftgebrauch und Übergreifender Konsens b. Publizität und Private Stabilität c. Institutionelle Unterstützung und Entscheidungsregeln

    a. Öffentlicher Vernunftgebrauch und Übergreifender Konsens

  13. Nach John Austin ist souverän, wer a. über den Ausnahmezustand entscheiden kann. b. die Wahrheit vertritt. c. die Macht hat, sich andere durch Furcht gefügig zu machen.

    c. die Macht hat, sich andere durch Furcht gefügig zu machen.

  14. Gerechtigkeit als Fairness. Welche Aussage ist falsch? a. Liberales Prinzip: „Jede Person hat den gleichen unabdingbaren Anspruch auf ein völlig adäquates System gleicher Grundfreiheiten, das mit demselben System von Freiheiten für alle vereinbar ist.“ b. Das Prinzip fairer Ungleichheit genießt unbedingten Vorrang vor dem Prinzip gleicher Freiheit c. Egalitäres Prinzip: Soziale und ökonomische Ungleichheiten müssen zwei Bedingungen erfüllen: Faire Chancengleichheit und Differenzprinzip

    b. Das Prinzip fairer Ungleichheit genießt unbedingten Vorrang vor dem Prinzip gleicher Freiheit

  15. Die Konzeption der „Reinen Rechtslehre“, d.h. „eine von aller politischen Ideologie und allen naturwissenschaftlichen Elementen gereinigte, ihrer Eigenart … bewusste Rechtstheorie“ stammt von: a. Eugen Ehrlich b. Niklas Luhmann c. Hans Kelsen

    c. Hans Kelsen

  16. Robert Nozick plädiert in seiner Gerechtigkeitstheorie für… a. einen liberalen Sozialstaat b. einen libertären Minimalstaat c. einen kommunitaristischen Gemeinschaftsstaat

    b. einen libertären Minimalstaat

  17. Lon R. Fuller stellt in seiner Rechtskonzeption ab auf: a. Basic values b. Rule of law c. Capabilities

    b. Rule of law

  18. Die Auffassung, Recht und Moral bildeten ein einheitliches System, ist charakteristisch für.. a. Immanuel Kant b. Hans Kelsen c. die frühe griechische Polis.

    c. die frühe griechische Polis.

  19. Legitimation von Recht im herrschaftsfreien Diskurs ist ein Essentiale der Theorie von: a. Niklas Luhmann b. Jürgen Habermas c. Max Weber

    b. Jürgen Habermas

  20. John Austin ist Vertreter der: a. Anerkennungstheorie b. Prozeduralen Rechtstheorie c. Machttheorie

    c. Machttheorie

  21. In den sog. „Mauerschützenprozessen“ berief sich das deutsche Bundesverfassungsgericht auf: a. John Rawls b. Thomas von Aquin c. Gustav Radbruch

    c. Gustav Radbruch

  22. Was kennzeichnet formale Rechtsbegriffe: a. Verortung in rechtspositivistischen Konzepten b. Verortung in prozeduralen Konzepten c. Verortung in rechtsmoralischen Konzepten

    a. Verortung in rechtspositivistischen Konzepten

  23. Die „Verallgemeinerungsformel“ des Kategorischen Imperativs nach Immanuel Kant lautet: a. Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde. b. Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest. c. Handle so, dass die wahrscheinlichen Ergebnisse deines Verhaltens zum größten Glück im Ganzen führen.

    a. Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

  24. Gustav Radbruch beurteilt einen Konflikt zwischen positivem Recht und materialer Gerechtigkeit wie folgt: a. Das positive Recht hat Vorrang, außer der Widerspruch zur Gerechtigkeit ist unerträglich. b. Im Konfliktfall zwischen positivem Recht und materialer Gerechtigkeit hat die Gerechtigkeit immer Vorrang. c. Das positive Recht hat im Hinblick auf die Rechtssicherheit immer Vorrang.

    a. Das positive Recht hat Vorrang, außer der Widerspruch zur Gerechtigkeit ist unerträglich.

  25. Der „Capability“-Ansatz in der Gerechtigkeitsdiskussion wird vertreten von: a. David Ross b. Amartya Sen c. Robert Nozick

    b. Amartya Sen

  26. In Österreich gilt für die postmortale Organtransplantation die: a. Widerspruchslösung b. Zustimmungslösung c. Pflichtenlösung

    a. Widerspruchslösung

  27. Jeremy Bentham ist Vertreter der (des) a. Tugendethik b. Utilitarismus c. Capability Ansatzes

    b. Utilitarismus

  28. Der Begriff „übergreifender Konsens“ (overlapping consensus) ist Bestandteil des Theoriekonzepts von: a. Richard Dworkin b. John Rawls c. Michael Walzer

    b. John Rawls

  29. Die „rule of recognition“ von Lionel Hart: a. legt den Bürgern Verhaltenspflichten auf, etwas zu tun oder zu unterlassen b. stattet Personen mit der Kompetenz zur Gesetzgebung aus c. ermöglicht die autoritative Identifizierung der in der Gesellschaft gültigen Regel

    c. ermöglicht die autoritative Identifizierung der in der Gesellschaft gültigen Regel

  30. Ernst Rudolf Bierling ist Vertreter der: a. Anerkennungstheorie b. Prozeduralen Rechtstheorie c. Machttheorie

    a. Anerkennungstheorie

  31. „Hard Cases“ und „Prinzipien“ sind Elemente der Theorie von: a. Lon Fuller b. John Finnis c. Ronald Dworkin

    c. Ronald Dworkin

  32. Wonach behandelt die Deontologie eine Handlung primär? a. Nach den Handlungsbedingungen b. Nach den Handlungsintentionen c. Nach den Handlungsfolgen

    b. Nach den Handlungsintentionen

  33. Die Auffassung, Recht und Moral seien zwei voneinander unabhängige Systeme, ist charakteristisch für: a. Thomas von Aquin b. das Naturrechtsdenken c. den Rechtspositivismus

    c. den Rechtspositivismus

  34. Das „paternalistische“ Modell der Arzt-Patienten-Beziehung steht in Spannung zu… a. dem rechtsethischen Wohltuns-Prinzip. b. dem rechtsethischen Prinzip des Respekts vor der Selbstbestimmung. c. dem rechtsethischen Nichtschadens-Prinzip.

    b. dem rechtsethischen Prinzip des Respekts vor der Selbstbestimmung.

  35. Der Gesellschaftsvertragsgedanke von Jean-Jaques Rousseau präferiert a. ein Modell direkter Demokratie b. ein Modell repräsentativer Demokratie c. ein Modell konstitutioneller Monarchie

    a. ein Modell direkter Demokratie

  36. Das Distributionsprinzip komplexer Gleichheit nach Michael Walzer besagt, … a. dass soziale Güter so zu verteilen sind, dass sie den komplexen Anforderungen einer globalen Marktwirtschaft gerecht werden. b. dass soziale Güter so zu verteilen sind, dass sie zum Vorteil der am wenigsten Begünstigten dienen. c. dass kein soziales Gut X an Menschen, die im Besitz eines anderen Gutes Y sind, einzig und allein deshalb verteilt werden soll, weil sie dieses Y besitzen.

    c. dass kein soziales Gut X an Menschen, die im Besitz eines anderen Gutes Y sind, einzig und allein deshalb verteilt werden soll, weil sie dieses Y besitzen.

  37. John Locke begründet das Eigentum durch a. Formationstheorie b. Kompensationstheorie c. Forderungstheorie

    a. Formationstheorie

  38. Im Hobbes’schen Gesellschaftsvertrag a. vertrauen die Menschen die Durchsetzung ihrer Rechte treuhänderisch dem Staat an. b. übertragen die Menschen ihre individuelle Rechte vorbehaltslos an den Staat. c. stellen die Menschen ein Überlegungsgleichgewicht zwischen ihren persönlichen und staatlichen Rechten her.

    b. übertragen die Menschen ihre individuelle Rechte vorbehaltslos an den Staat.

  39. „Vom Standpunkt der Rechtswissenschaft aus ist das Recht unter der Nazi-Herrschaft ein Recht“. Stammt dieser Satz von: a. H. L. A. Hart b. Gustav Radbruch c. Hans Kelsen

    c. Hans Kelsen

  40. Der Gedanke fürstlicher „Souveränität“ geht zurück auf a. Jean-Paul Sartre b. Jean Bodin c. Jean-Jaques Rousseau

    b. Jean Bodin

  41. Welche Prinzipien sind für die Rechtsethik in der Medizin prägend? a. Respekt vor der Selbstbestimmung, Nichtschaden, Wohltun, Gerechtigkeit. b. Respekt vor der Selbstbestimmung, Menschenwürde, Wohltun, Solidarität c. Respekt vor der Selbstbestimmung, Nichtschaden, Risikominimierung, Gerechtigkeit

    a. Respekt vor der Selbstbestimmung, Nichtschaden, Wohltun, Gerechtigkeit.

  42. John Stuart Mill ist Vertreter der (des) a. Tugendethik b. Utilitarismus c. Capability Ansatzes

    b. Utilitarismus

  43. Die „Formationstheorie“ des Eigentums ist Bestandteil der kontraktualistischen Theorie von a. Thomas Hobbes b. John Locke c. Jean-Jaques Rousseau

    b. John Locke

  44. Menschenrechte haben ihren Grund in einem Recht auf Rechtfertigung. Diese Konzeption wird vertreten von a. Hannah Arendt b. Rainer Forst c. Ronald Dworkin

    b. Rainer Forst

  45. Legitimation von Recht im herrschaftsfreien Diskurs ist ein Essentiale der Theorie von: a. Niklas Luhmann b. Jürgen Habermas c. Max Weber

    b. Jürgen Habermas

  46. Lon R. Fuller stellt in seiner Rechtskonzeption ab auf: a. Basic values b. Rule of law c. Capabilities

    b. Rule of law

  47. Gerechtigkeit als Kunst der Trennung. Diese Konzeption kennzeichnet die Gerechtigkeitstheorie von: a. Robert Nozick b. Michael Walzer c. John Rawls

    b. Michael Walzer

  48. Hume’s Diktum lautet a. „There is no way from is to ought.” b. “There is no way from here to there.” c. “There is no alternative.”

    a. „There is no way from is to ought.”

  49. In Immanuel Kants Theorie bedeutet „Legalität“ a. die moralische Bejahung des legal Gebotenen b. die formal korrekte (legale) Erzeugung des Rechts c. die formale (äußere) Übereinstimmung einer Handlung mit dem Recht.

    c. die formale (äußere) Übereinstimmung einer Handlung mit dem Recht.

  50. John Lockes Eigentumstheorie besagt, dass a. das Eigentum ein Recht ist, das nur durch vertraglichen Übergang begründet werden kann b. es keine Schranken des Eigentumserwerbs gibt c. das Eigentum ein bereits im Naturzustand existierendes Recht ist

    c. das Eigentum ein bereits im Naturzustand existierendes Recht ist

  51. In Immanuel Kants Theorie bedeutet „Moralität“ a. die überzogene Moralisierung des Rechts. b. die zur Legalität hinzukommende innere Übereinstimmung mit dem legal Gebotenen. c. die formale (äußere) Übereinstimmung einer Handlung mit dem Recht.

    b. die zur Legalität hinzukommende innere Übereinstimmung mit dem legal Gebotenen.

  52. Der „naturalistische Fehlschuss“ bezieht sich auf a. die Verbindung von Geltung und Macht b. die Verbindung von Sein und Sollen C: die Verbindung von Faktizität und Normativität

    die Verbindung von Sein und Sollen

  53. Im Rousseau’schen Gesellschaftsvertrag a. vertrauen die Menschen die Durchsetzung ihrer Rechte treuhändisch dem Staat an. b. entäußern sich die Menschen total und einstimmig von ihrer Selbstsucht, zugunsten der Gemeinschaft. c. stellen die Menschen ein Überlegungsgleichgewicht zwischen ihren persönlichen und den staatlichen Rechten her.

    b. entäußern sich die Menschen total und einstimmig von ihrer Selbstsucht, zugunsten der Gemeinschaft.

  54. Das Naturgesetz umfasst nach John Locke das Recht jedes Menschen auf a. life, love and property b. life, liberty and estates c. lice, liberty and solidarit

    b. life, liberty and estates

  55. Die Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen ist in Österreich… a. strafrechtlich verbotene „Sterbehilfe“ b. rechtlich und ethisch gerechtfertigt, wenn die Grenze der Garantiepflicht zur Lebenserhaltung erreicht ist. c. nicht vereinbar mit ethischen Grundsätzen der Palliative Care.

    b. rechtlich und ethisch gerechtfertigt, wenn die Grenze der Garantiepflicht zur Lebenserhaltung erreicht ist.

  56. Immanuel Kant erläutert die Beziehung zwischen Recht und Moral durch die Begriffe a. Legalität und Moralität b. Legalität und Wert c. Moralität und Ethik

    a. Legalität und Moralität

  57. Wonach behandelt der Konsequenzialismus eine Handlung primär? a. Nach den Handlungsbedingungen b. Nach den Handlungsintentionen c. nach den Handlungsfolgen

    c. nach den Handlungsfolgen

  58. „Moralität“ Ist die Fähigkeit eines Menschen, an sein Verhalten moralische Anforderungen zu stellen Ist ein Verhalten, bei dem anderen Menschen moralische Vorwürfe gemacht werden Ist die faktische Übereinstimmung eines Menschen mit den moralischen Regeln

    Ist die Fähigkeit eines Menschen, an sein Verhalten moralische Anforderungen zu stellen

  59. John Locke schrieb das staatsphilosophische Werk Two Treatises of Government“ „Du contrat sociale ou pricipes du droit politique” (vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes, Amsterdam 1762) „the Concept of Law“

    „Two Treatises of Government“

  60. Die „Präimplantationsdiagnostik“ (PID) ist in Österreich… Seit dem FMedRÄG 2015 zulässig In der Beurteilung des EGMR konventionswidrig Vom VfGH erlaubt worden

    Seit dem FMedRÄG 2015 zulässig

  61. Eine systemtheoretische Analyse des Rechts bietet: Hans Kelsen Niklas Luhmann Michael Waltzer

    Niklas Luhmann

  62. Die rechtsethische Billigkeit ist… Ein besonders günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis Eine Korrektur des Gesetzes, wo dieses wegen seiner Allgemeinheit für den konkreten Fall mangelhaft bleibt Eine Korrektur des Gesetzes, wo dieses zu komplizierte Regelungen vorsieht

    Eine Korrektur des Gesetzes, wo dieses wegen seiner Allgemeinheit für den konkreten Fall mangelhaft bleibt

  63. Die „rule of recognition“ ist Bestandteil des rechtstheoretischen Konzepts von… Lon Fuller H.L.A. Hart Richard Dworkin

    H.L.A. Hart

  64. Die drei Gesichtspunkte der Ethik sind… Das (Ge-)Rechte, das Gute und der Akteur Richtig, falsch und egal Der Mensch, das Tier und die Pflanzen

    Das (Ge-)Rechte, das Gute und der Akteur

  65. Das Verhältnismäßigkeitsprinzip prüft folgende Kriterien: Gesetzliche Grundlage, legitimes Ziel, Geeignetheit, Nutzenpotenzial Gesetzliche Grundlage, legitimes Ziel, Geeignetheit, Notwendigkeit, Fairness Gesetzliche Grundlage, legitimes Ziel, Geeignetheit, Notwendigkeit, Angemessenheit

    Gesetzliche Grundlage, legitimes Ziel, Geeignetheit, Notwendigkeit, Angemessenheit

  66. der Gedanke der Staatsräson geht zurück auf… Niccolo Machiavelli Thomas Hobbes Jean Bodin

    Niccolo Machiavelli

  67. Der bedeutendste Jurist des 20. Jahrhunderts, Hans Kelsen… Geht von einer Einheit von Sein und Sollen aus. Rechtsnormen sind keine wertneutralen Zwangsnormen Sieht die Legitimierung von Recht als Aufgabe der Rechtswissenschaft und nicht als Aufgabe der Rechtspolitik Differenziert zwischen objektivem und subjektivem Sinn von Sollensakten. Eine Norm liegt vor, „wenn ein intentional auf das Verhalten anderer gerichteter Willensakt in einem Normensystem gilt“

    Differenziert zwischen objektivem und subjektivem Sinn von Sollensakten. Eine Norm liegt vor, „wenn ein intentional auf das Verhalten anderer gerichteter Willensakt in einem Normensystem gilt“

  68. Historisch können verschiedene Generationen von Menschenrechten benannt werden. Was stand bezüglich der Menschenrechte der ersten Generation im Vordergrund? Recht auf Altersversorgung, Recht auf Pflegeleistungen Freiheitsrechte gegenüber dem Staat und die Gleichheit vor dem Gesetz Kollektivrecht von Staaten gegenüber anderen Staaten

    Freiheitsrechte gegenüber dem Staat und die Gleichheit vor dem Gesetz

  69. „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Diese Formel des kategorischen Imperativs nach Immanuel Kant wird bezeichnet als: A Selbstzweckformel B Verallgemeinerungsformel C Glücksformel

    Verallgemeinerungsformel

  70. Im Gesellschaftsvertrag von Thomas Hobbes a. wird vereinbart, dass der Staat die Freiheitsrechte der Individuen treuhänderisch beschützt b. verzichten die Individuen auf ihre Freiheitsrechte zugunsten ihrer vom Staat garantierten Sicherheit c. werden zwei zentrale Prinzipien der Gerechtigkeit vereinbart

    b. verzichten die Individuen auf ihre Freiheitsrechte zugunsten ihrer vom Staat garantierten Sicherheit

  71. Thomas von Aquin differenziert zwischen a. lex naturalis und lex humana b. lex aeterna und lex naturalis c. lex aeterna, lex naturalis und lex humana

    c. lex aeterna, lex naturalis und lex humana

  72. Die Diskurstheorie erklärt die Legitimität des Rechts Durch die Geltung der Grundnorm Durch rational-argumentative Verfahren Durch faktische Machtdurchsetzung

    Durch rational-argumentative Verfahren

  73. Für Herbert Lionel Adolphus Hart besteht das positive Recht aus Primärregeln und Sekundärregeln. Die primären Regeln sind… Religiöse Regeln Regelbezügliche Regeln Verhaltensbezügliche Regeln

    Verhaltensbezügliche Regeln

  74. John Rawls entwirft ein Konzept des zivilen Ungehorsams. Welche Aussage dazu ist falsch? Folgende Punkte sind zu prüfen, um den zivilen Ungehorsam zu rechtfertigen: wesentliche und eindeutige Ungerechtigkeit, letzter Ausweg, Fairness und Klugheit Der zivile Ungehorsam dient der Durchsetzung persönlicher und partikulärer Interessen Ziviler Ungehorsam ist ausschließlich dann eine gerechtfertigte Handlung, wenn ein extremer Fall von Ungerechtigkeit vorliegt und alle anderen Möglichkeiten, wie gewö…

    Der zivile Ungehorsam dient der Durchsetzung persönlicher und partikulärer Interessen

  75. Grundprinzipien des Utilitarismus sind Folgenprinzip, Nutzenprinzip, Gerechtigkeitsprinzip und Universalistisches Prinzip Folgenprinzip, Nutzenprinzip, Hedonistisches Prinzip und Universalistisches Prinzip Folgenprinzip und Nutzenprinzip

    Folgenprinzip, Nutzenprinzip, Hedonistisches Prinzip und Universalistisches Prinzip

  76. Wie heißen die vier idealtypischen Modelle der Arzt-Patienten-Beziehung? Paternalistisches Modell, Belehrendes Modell, Analysierendes Modell, Delegierendes Modell Paternalistisches Modell, Informatives Modell, Interpretatives Modell, Deliberatives Modell Paternalistisches Modell, Aufklärendes Modell, Therapeutisches Modell, Dokumentarisches Modell

    Paternalistisches Modell, Informatives Modell, Interpretatives Modell, Deliberatives Modell

  77. Naturrechtliche Traditionen bestimmen den Rechtsbegriff Anhand formaler Kriterien des Rechts Anhand naturwissenschaftlicher Erkenntnisse über das Recht Anhand ethischer Bewertungsmaßstäbe des Rechts

    Anhand ethischer Bewertungsmaßstäbe des Rechts

  78. Rechtsethische Ansätze: Welche Aussage ist richtig? Wer bei jeder Handlung gemäß Utilitätsprinzip entscheiden möchte, der folgt einem Regelutilitarismus Die bekannteste Form konsequenzialistischer Ethik ist die Deontologie Der Konsequenzialismus ist eine Variante der teleologischen Ethik. Eine Handlung kann ethisch gerechtfertigt werden, wenn ihre Folgen gerechtfertigt sind

    Der Konsequenzialismus ist eine Variante der teleologischen Ethik. Eine Handlung kann ethisch gerechtfertigt werden, wenn ihre Folgen gerechtfertigt sind

  79. Welcher Theoretiker lässt die vier folgenden Formen von Religion/Politik konkurrieren: Zivilreligion, Religion des Menschen, Religion des Bürgers, Religion des Priesters? Thomas Hobbes John Rawls Jean-Jacques Rousseau

    Jean-Jacques Rousseau

  80. Wann ist für Robert Nozick ein Eigentumserwerb „gerecht“? Wenn er freiwillig erfolgt Wenn er materiellen Grundsätzen der Gerechtigkeit entspricht Wenn er dem Gemeinwohl dient

    Wenn er freiwillig erfolgt

  81. Eine medizinische Behandlung darf nur auf Basis der Zustimmung eines Patienten durchgeführt werden. Wenn ein Patient seine Zustimmung nicht erteilt oder widerruft, dann spricht man von… Informed Disapproval Informed Rejection Informed Refusal

    Informed Refusa

  82. Gemäß Diskurstheorie kann eine Norm nur dann Geltung beanspruchen, wenn… • Alle von ihr Betroffenen als Teilnehmer eines Diskurses Einverständnis über die Geltung erzielen können. • Die rechtssetzende Autorität nötigenfalls durch Beendigung des Diskurses durchsetzen kann. • Ihre die Rechtsunterworfenen gewohnheitsmäßig folgen.

    Alle von ihr Betroffenen als Teilnehmer eines Diskurses Einverständnis über die Geltung erzielen können. (x)

  83. Für John Rawls ist eine „vernünftige umfassende Lehre“ dadurch gekennzeichnet, dass sie… • Die Bürden des Urteilens anerkennt und eine die eigene Vorstellung vom guten Leben zum Maßstab der Gerechtigkeit macht. • Die Bürden des Urteilens anerkennt und die Idee des Politischen Liberalismus anerkennt. • Das Faktum des Pluralismus nicht anerkennt.

    • Die Bürden des Urteilens anerkennt und die Idee des Politischen Liberalismus anerkennt. (x)

  84. Eine Rechtsnorm gilt, weil sie vom Souverän durchgesetzt wird. -Ein solcher Zugang zur Rechtsgeltung findet sich u.a. bei? • Carl Schmitt • Jürgen Habermas • Hans Kelsen

    • Carl Schmitt

  85. Ethik als Strebensethik setzt sich kritisch auseinander mit • Moral (Verhaltensanforderungen) • Präferenzen (Zielen, Werten) • Normen (Prinzipien, Regeln)

    • Präferenzen (Zielen, Werten)

  86. Summum ius, summa iniura“ ist eine Erkenntnis, die folgendes rechtsethisches Prinzip stützt: • Legalitätsprinzip • Verhältnismäßigkeitsprinzip • Billigkeitsprinzip

    • Billigkeitsprinzip (x)

  87. Für John Locke kommt Privateigentum dadurch zustande, dass… • Das Individuum ein angeborenes Eigentum am eigenen Körper hat, mit dem er dann Eigentum erwirbt. • Die Menschen untereinander die Gemeingüter gleichmäßig aufteilen. • Der Staat dem Individuum Eigentum zuerkennt.

    • Das Individuum ein angeborenes Eigentum am eigenen Körper hat, mit dem er dann Eigentum erwirbt.

  88. Eine präskriptive Aussage unmittelbar aus einer deskriptiven Aussage abzuleiten nennt man? • Naturalistischer Fehlschluss • Präskriptiv-deskriptiver Schluss • Deskriptiv-präskriptiver Schluss

    • Naturalistischer Fehlschluss (x)

  89. 107. Die Kantische Ethikheorie sieht eine Handlung dann als ethisch gerechtfertigt an, wenn… • Sie von einem vorbildlichen Menschen auch so vorgenommen würde. • Sie aus Pflicht geschieht. • Sie den größtmöglichen Nutzen für die größtmögliche Zahl an Betroffenen hervorbringt.

    • Sie aus Pflicht geschieht. (x)

  90. Nach Aristoteles ist der Mensch… • Eine gefalllene Natur. • Den anderen Menschen ein Wolf. • Ein nach Gemeinschaft strebendes Wesen.

    • Ein nach Gemeinschaft strebendes Wesen. (x)

  91. „Das Recht auf Rechtfertigung, das Recht als moralische Person geachtet zu werden, die zumindest in dem Sinn autonom ist, dass sie nicht auf eine Weise behandelt werden darf, für die ihr nicht angemessene Gründe geliefert werden können.“ (Rainer Forst) – Solche Gründe müssen folgende Kriterien erfüllen: • Justiziabilität, Allgemeinheit • Naturgemäßheit, Gerechtigkeit • Reziprozität, Allgemeinheit

    • Reziprozität, Allgemeinheit (x)

  92. Der Utilitarismus sieht eine Handlung dann als ethisch gerechtfertigt an, wenn… • Sie aus einer Pflicht geschieht. • Sie den größtmöglichen Nutzen für die größtmögliche Zahl an Betroffenen hervorbringt. • Sie von einem vorbildlichen Menschen auch so vorgenommen würde.

    • Sie den größtmöglichen Nutzen für die größtmögliche Zahl an Betroffenen hervorbringt. (x)

  93. Korruptheit“ setzt eine ethische Vorstellung voraus, die folgenden Aspekt betrifft: • Die Präferenzen eines Menschen (Ziele, Werte) • Den Charakter eines Menschen (Tugenden, Laster) • Die Moral eines Menschen (Normen)

    Den Charakter eines Menschen (Tugenden, Laster) (x)

  94. Entmoralisierung“ des Rechts bedeutet, dass… • Die Rechtsordnung unter moralischen Gesichtspunkten weiterentwickelt wird. • Moralnahe Tatbestände in der Rechtsordnung reduziert werden. • „gute Sitten“ in positivrechtlichen Normen konkretisiert werden.

    • Moralnahe Tatbestände in der Rechtsordnung reduziert werden.

  95. Moralität beurteilt menschliches Handeln nach folgenden Kriterien: • Machbar/unmachbar • Nützlich/unnützlich • Richtig/falsch

    • Richtig/falsch (x)

  96. Zu einer ersten juristischen Positivierung von Menschenrechten kam es in folgendem Dokument: • Virginia Bill of Rights • Allgemeine Erklärung der Menschenrechte • Magna Charta

    • Virginia Bill of Rights (x)

  97. Brauch“, „Konvention“, „Moral“, „Recht“ sind… • Begriffe, die alle Verhaltensanforderungen ausdrücken. • Begriffe, die stets klar voneinander abgegrenzt werden können. • Begriffe, die einen historischen Fortschritt beschreiben.

    • Begriffe, die alle Verhaltensanforderungen ausdrücken. (x)

  98. ür Herbert Lionel Adolphus Hart besteht das positive Recht aus Primärregeln und Sekundärregeln. Die primären Regeln sind… • religiöse Regeln • regelbezügliche Regeln • verhaltensbezügliche Regeln

    • verhaltensbezügliche Regeln (x)

  99. In den sog. „Mauerschützenprozessen“ berief sich das deutsche Bundesverfassungsgericht auf die: • Unerträglichkeits- und Verleugnungsformel • Verhältnismäßigkeitsformel • Selbstzweckformel

    • Unerträglichkeits- und Verleugnungsformel (x)